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Geschichte 20. Jahrhundert

In den 20er Jahren wurde Europa und Deutschland Schauplatz vieler Gräueltaten. Etliche politische Umstürze, Neubildungen und gesellschaftliche Umbrüche gingen mit Ereignissen einher, die die ganze Welt erschütterten. Aus diesem Grund erhält die Geschichte der 20er eine eigene Kategorie.

Mit dem Ersten Weltkrieg ging das lange 19. Jahrhundert zu Ende und das kurze 20. nahm seinen Lauf. Die alte Ordnung der Mächte zerfiel: Das osmanische Reich löste sich auf, genau wie Österreich-Ungarn. In Russland ging das Zentrum unter und in Deutschland das Wilhelminische Reich. Polen erhielt seine Freiheit zurück und insgesamt entstanden 12 neue Staaten: von Finnland im Norden bis Irak im Süden.

Zuerst war der Versailler Vertrag: Deutschland als Verlierer musste einen Vertrag mit den Siegermächten Großbritannien, Frankreich und Italien unterschreiben und Gegenden an andere Länder abtreten. Wer nun an die Weimarer Republik denkt, stößt vermutlich zuerst auf die vielen Krisen: die anfänglichen Schwierigkeiten der Republik, das soziale Elend, die Inflation und der resultierende Putschversuch. Doch nachdem sich die Lage stabilisiert hatte, kam es zu einem kulturellen Aufschwung: Die Neue Sachlichkeit, die Bohémien Szene, die Kaffeehäuser in der Hauptstadt Berlin, und den neuen Typus der selbstbewussten Frau. Viele besondere Werke aus Musik, Literatur und der Kunst sind in dieser Zeit entstanden. Auch erhielt der Stummfilm einen sensationellen Aufschwung. Schließlich endeten die goldenen 20er und die Weimarer Republik als Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum neuen Chef der Regierung ernannte.

Von 1933 bis 1945 wüteten der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg in Europa und Deutschland. Es veränderte alles. Das Ende des Krieges war für die Deutschen ein grundlegender Neuanfang. Bis heute wird die Erblast des Nationalsozialismus und seine Verbrechen in unserem kulturellen Bewusstsein getragen: Gedenkstätten, Museen, im Schulunterricht, Medienbeiträge und vieles mehr. Nach dem Krieg begann für Deutschland die Besetzungsphase: die alliierten Siegermächte USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich teilten das Land in vier Besatzungszonen. Bald verhärteten sich die Fronten zwischen den westlichen Bündnispartnern und der UdSSR, bis es schließlich zur Teilung Deutschlands kam und der Kalte Krieg begann. Seit 1989 feiert Deutschland die Wiedervereinigung. Helmut Kohl wurde erster deutscher Gesamt-Bundeskanzler 1990. Ein Zusammenwachsen der beiden Landesteile ist jedoch bis heute eine politische und gesellschaftliche Aufgabe.

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Geschichte 20. Jahrhundert

In den 20er Jahren wurde Europa und Deutschland Schauplatz vieler Gräueltaten. Etliche politische Umstürze, Neubildungen und gesellschaftliche Umbrüche gingen mit Ereignissen einher, die die ganze Welt erschütterten. Aus diesem Grund erhält die Geschichte der 20er eine eigene Kategorie.

Mit dem Ersten Weltkrieg ging das lange 19. Jahrhundert zu Ende und das kurze 20. nahm seinen Lauf. Die alte Ordnung der Mächte zerfiel: Das osmanische Reich löste sich auf, genau wie Österreich-Ungarn. In Russland ging das Zentrum unter und in Deutschland das Wilhelminische Reich. Polen erhielt seine Freiheit zurück und insgesamt entstanden 12 neue Staaten: von Finnland im Norden bis Irak im Süden.

Zuerst war der Versailler Vertrag: Deutschland als Verlierer musste einen Vertrag mit den Siegermächten Großbritannien, Frankreich und Italien unterschreiben und Gegenden an andere Länder abtreten. Wer nun an die Weimarer Republik denkt, stößt vermutlich zuerst auf die vielen Krisen: die anfänglichen Schwierigkeiten der Republik, das soziale Elend, die Inflation und der resultierende Putschversuch. Doch nachdem sich die Lage stabilisiert hatte, kam es zu einem kulturellen Aufschwung: Die Neue Sachlichkeit, die Bohémien Szene, die Kaffeehäuser in der Hauptstadt Berlin, und den neuen Typus der selbstbewussten Frau. Viele besondere Werke aus Musik, Literatur und der Kunst sind in dieser Zeit entstanden. Auch erhielt der Stummfilm einen sensationellen Aufschwung. Schließlich endeten die goldenen 20er und die Weimarer Republik als Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum neuen Chef der Regierung ernannte.

Von 1933 bis 1945 wüteten der Nationalsozialismus und der Zweite Weltkrieg in Europa und Deutschland. Es veränderte alles. Das Ende des Krieges war für die Deutschen ein grundlegender Neuanfang. Bis heute wird die Erblast des Nationalsozialismus und seine Verbrechen in unserem kulturellen Bewusstsein getragen: Gedenkstätten, Museen, im Schulunterricht, Medienbeiträge und vieles mehr. Nach dem Krieg begann für Deutschland die Besetzungsphase: die alliierten Siegermächte USA, Großbritannien, Sowjetunion und Frankreich teilten das Land in vier Besatzungszonen. Bald verhärteten sich die Fronten zwischen den westlichen Bündnispartnern und der UdSSR, bis es schließlich zur Teilung Deutschlands kam und der Kalte Krieg begann. Seit 1989 feiert Deutschland die Wiedervereinigung. Helmut Kohl wurde erster deutscher Gesamt-Bundeskanzler 1990. Ein Zusammenwachsen der beiden Landesteile ist jedoch bis heute eine politische und gesellschaftliche Aufgabe.

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