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Mittelalter

Das Mittelalter im Überblick

In der europäischen Geschichte bezeichnet das Mittelalter die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit – etwa 6. Und 15. Jh. Der genaue Beginn ist in der Forschung umstritten. Eckdaten wären der Beginn der Völkerwanderung oder der Untergang des weströmischen Reiches. Allerdings geht man inzwischen davon aus, dass das Ende der Antike sich prozesshaft über mehrere Jahrzehnte oder Jahrhunderte erstreckte.

In Europa unterteilte die Forschung das Mittelalter in drei Phasen: Das Frühmittelalter (ca. 6. – 11. Jahrhundert) und war die Zeit der Merowinger, Karolinger und Ottonen. Die wohl bekannteste Herrscherfigur war Karl der Große. Darauf folgte das Hochmittelalter (ca. 11. – 13. Jahrhundert). Persönlichkeiten dieser Zeit waren die Salier und Staufer. Schließlich war es auch die Zeit der Ritter und Kreuzzüge. Daraufhin folgte das Spätmittelalter (ca. 1250 – 1500). In der Forschung trägt diese Zeit auch den Namen „Herbst des Mittelalters“.

Das Leben im Mittelalter

Die politisch wohl bedeutendste Instanz des Mittelalters war das „Heilige Römische Reich der Deutschen Nation“, das sich ab Mitte des 15. Jahrhunderts aus dem Reich von Karl der Große entwickelte. Es umfasste zeitweise fast ganz Mitteleuropa und Teile Südeuropas. Einheitlich war das Reich dennoch nicht, da sich die Bewohner aus vielen Völkern zusammensetzten. Daraus entstand auch die reiche Sprachenvielfalt. Das Zentrum des Reiches war der römische Kaiser, der die Krone entgegen einer Königskrone vom Papst selbst erhielt.

Die gesellschaftliche Gliederung gründet auf einem Schichtsystem: Die höchste Schicht bestand aus dem Adel. Die mittlere aus Klerikern und Rittern und die unterste aus Bauern, die allerdings die Masse der Bevölkerung ausmachte. Als Bindeglied des Systems galt das Vasallentum. Ein Vasall unterstand einem Ranghöheren, der diesem Schutz und Land im Austausch für Treue und Gehorsam.

Bücher

Möchtest du die einen Überblick die Epoche verschaffen oder dich in bestimmte Themen einlesen, findest du hier Literatur von Klassikern wie „Lebensformen im Mittelalter“ von Arno Borst über Theorien bis hin zu leichten Lektüren wie „Essen und Trinken im Mittelalter“ von Ernst Schubert.

Das Mittelalter im Überblick In der europäischen Geschichte bezeichnet das Mittelalter die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit – etwa 6. Und 15. Jh. Der genaue... mehr erfahren »
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Mittelalter

Das Mittelalter im Überblick

In der europäischen Geschichte bezeichnet das Mittelalter die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit – etwa 6. Und 15. Jh. Der genaue Beginn ist in der Forschung umstritten. Eckdaten wären der Beginn der Völkerwanderung oder der Untergang des weströmischen Reiches. Allerdings geht man inzwischen davon aus, dass das Ende der Antike sich prozesshaft über mehrere Jahrzehnte oder Jahrhunderte erstreckte.

In Europa unterteilte die Forschung das Mittelalter in drei Phasen: Das Frühmittelalter (ca. 6. – 11. Jahrhundert) und war die Zeit der Merowinger, Karolinger und Ottonen. Die wohl bekannteste Herrscherfigur war Karl der Große. Darauf folgte das Hochmittelalter (ca. 11. – 13. Jahrhundert). Persönlichkeiten dieser Zeit waren die Salier und Staufer. Schließlich war es auch die Zeit der Ritter und Kreuzzüge. Daraufhin folgte das Spätmittelalter (ca. 1250 – 1500). In der Forschung trägt diese Zeit auch den Namen „Herbst des Mittelalters“.

Das Leben im Mittelalter

Die politisch wohl bedeutendste Instanz des Mittelalters war das „Heilige Römische Reich der Deutschen Nation“, das sich ab Mitte des 15. Jahrhunderts aus dem Reich von Karl der Große entwickelte. Es umfasste zeitweise fast ganz Mitteleuropa und Teile Südeuropas. Einheitlich war das Reich dennoch nicht, da sich die Bewohner aus vielen Völkern zusammensetzten. Daraus entstand auch die reiche Sprachenvielfalt. Das Zentrum des Reiches war der römische Kaiser, der die Krone entgegen einer Königskrone vom Papst selbst erhielt.

Die gesellschaftliche Gliederung gründet auf einem Schichtsystem: Die höchste Schicht bestand aus dem Adel. Die mittlere aus Klerikern und Rittern und die unterste aus Bauern, die allerdings die Masse der Bevölkerung ausmachte. Als Bindeglied des Systems galt das Vasallentum. Ein Vasall unterstand einem Ranghöheren, der diesem Schutz und Land im Austausch für Treue und Gehorsam.

Bücher

Möchtest du die einen Überblick die Epoche verschaffen oder dich in bestimmte Themen einlesen, findest du hier Literatur von Klassikern wie „Lebensformen im Mittelalter“ von Arno Borst über Theorien bis hin zu leichten Lektüren wie „Essen und Trinken im Mittelalter“ von Ernst Schubert.

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