Friedrich, Meik

Das Gesundheitssystem zwischen Wettbewerb und Staatsdirigismus

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9783867273084

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Einband: Kartoniert
Seitenzahl: 272
Erschienen: 2007-07-27
Sprache: Deutsch
EAN: 9783867273084
ISBN: 3867273081
Reihe:
Verlag: Cuvillier Verlag
Gewicht: 392 g
Auflage:
Auch im Jahr 2006 hat das Institut wieder ein externes Universitätsseminar durchgeführt. Als... mehr
Produktinformationen "Das Gesundheitssystem zwischen Wettbewerb und Staatsdirigismus"
Auch im Jahr 2006 hat das Institut wieder ein externes Universitätsseminar durchgeführt. Als Tagungsort wurde einmal mehr Schloss Wendgräben vor den Toren Magdeburgs ausgewählt. Das Leitthema "Das Gesundheitssystem zwischen Wettbewerb und Staatsdirigismus" war Gegenstand von elf studentischen Seminarvorträgen, Koreferaten und drei externen Vorträgen. Die Mauskripte der studentischen Arbeiten werden in diesem Band zusammengefasst. Die Leitung des Seminars oblag in diesem Jahr ausschließlich Professor Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg. Denn nach langjähriger Wegbegleitung hat sich Professor Dr. Heinz Reichmann, Jahres zuvor dazu entschieden, sich aus der Lehre des Instituts für Versicherungsbetriebslehre zurückzuziehen. Dem Seminar lag dieses Mal ein Thema zugrunde, dass an Aktualität und gesellschaftspolitischer Brisanz nicht zu überbieten war. Die schließlich im Jahr 2007 verabschiedete Gesundheitsreform war zum Zeitpunkt der Themenvergabe und im anschließenden Bearbeitungszeitraum, lediglich in ihren noch sehr vagen Eckpfeilern zu erkennen. Somit bewegten sich alle Ausarbeitungen und Diskussionen am aktuellen Rand. Um die hohe Relevanz des Leitthemas für die Praxis und die Aktualität des politischen Diskurses zu betonen, konnten zwei herausragende Gastreferenten gewonnen werden. Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse, gewährte den Seminarteilnehmern Einblicke in die Herausforderungen eines Top-Managers einer gesetzlichen Krankenkasse. Dr. Claus-Michael Dill, Vorstandsvorsitzender der Damp Holding AG, berichtete über seine Eindrücke als Top-Manager einer privaten Krankenhauskette. In beiden Vorträgen wurde deutlich, wie sehr die Tiefe des Regulierungsrahmens im deutschen Gesundheitswesen einen entscheidenden Managementparameter beschreibt. Beide Vorträge knüpften immer wieder an die von den Studierenden ausgearbeiteten Seminarthemen an, sodass eine Reihe der theoretisch ausgearbeiteten Thesen unmittelbar bezüglich ihrer Praxistauglichkeit besprochen werden konnten. Insgesamt entwickelte sich ein fruchtbarer Austausch zwischen Theorie und Praxis. Die Bandbreite der von den Studierenden ausgearbeiteten Themen war immens und reichte von allgemeinen Regulierungsfragen über die Auswirkungen des demographischen Wandels bis hin zu technischen Fragen der gesundheitsökonomischen Evaluation und der wissenschaftlichen Modellbildung. Kulturell wurde das Seminar durch einen Besuch des Guts Möckern abgerundet. Dietrich Graf Hagen, ein so genannter Widereinrichter und Alteigentümer, betreibt dort mit seiner Familie ökologische Landwirtschaft. Dieser Besuch war nicht nur wegen der steigenden Bedeutung ökologischer Landwirtschaft interessant, sondern hatte auch noch einen unverhofften Bezug zum Thema des Seminars. Das Gut Möckern befindet sich erst seit einiger Zeit wieder im Familienbesitz. Geschichtliche Wirren führten nämlich zur Enteignung. Der Weg zurück in den Familienbesitz war gleichsam beschwerlich und interessant und brachte die Erkenntnis, dass Regulierungsfragen über das Gesundheitswesen hinaus große Relevanz besitzen. Trotz des sehr breiten Themenspektrums und der durchweg sehr guten Qualität der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit den Einzelthemen, konnten nicht alle aufgeworfenen Fragen abschließend beantwortet und diskutiert werden. Deswegen wird dieser Themenschwerpunkt die Wissenschaftler um Professor Graf von der Schulenburg weiterhin beschäftigen. So ist bereits abzusehen, dass sich das Folgeseminar mit den Implikationen der verabschiedeten Gesundheitsreform auseinandersetzen wird. Dieser Band soll einen Beitrag liefern, den überaus komplexen Strukturen des deutschen Gesundheitswesens, ein kleines Stückchen Herr zu werden. Unser ausdrücklicher Dank geht hier an die Studierenden der Leibniz Universität Hannover, die durch ihr Interesse und gewis-senhafte Arbeitsweise sehr zum Erfolg des Seminars beigetragen haben. Des Weiteren gilt unser Dank den beiden Referenten aus der Management-Praxis, Ingo Kailuweit und Dr. Claus-Michael Dill, die mit den Beiträgen aus ihrem tiefen Erfahrungsschatz, die oft vorhandene Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen wussten. Weiterhin möchten wir uns für die Unterstützung durch die Hanns Martin Schleyer-Stiftung/Heinz Nixdorf-Stiftung und die Konrad Adenauer-Stiftung bedanken. Schließlich gebührt unser Dank Daniela Zietsch und Christian Krywdyk für ihre Mühe bei der Koordination und der Aufbereitung der Manuskripte
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