Die Melancholie der Philosophie
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Beschreibung
Die herausragende Wahrheit des Unglücklichen, die Nähe von Genie und Wahnsinn, lässt sich geschichtlich in der peripatetischen Schule aufspüren. Mit dem Auftauchen der Melancholie im Diskurs um die Stellung des Menschen innerhalb des Kosmos war sie einerseits das Kennzeichen für den Wahnsinn, andererseits die notwendige Bedingung, sich dem Göttlichen zu nähern. Seit dem Ausbleiben der göttlichen Botschaft wurde sie geliebte Begleiterin eines Subjekts, für das seine eigene Endlichkeit zur zentralen Definition seiner selbst wurde. Der Raum der Melancholie als Aspekt des Philosophischen öffnet sich erst angesichts des Gesetzes einer Ethik, die das Subjekt derart isoliert, dass es unbegriffen bleiben muss. Mit der Heteronomie des Subjekts zwischen Göttlichem und Menschlichem, absolutem Gesetz und juridischem, mit der freigewählten Unfreiheit der Ethik beginnt die Verstimmung an der Melancholie, die immer noch dort in voller Blüte steht, wo von Subjekt, Wahrheit und Ethik gesprochen wird. von Walker, Andreas
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Über den Autor
Andreas Walker, geboren 1971, ist Philosoph und lebt in Berlin und Hamburg.
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