Die Justiz auf der Bühne: Heinrich von Kleists ‚Der zerbrochne Krug‘. Mit einem Exkurs zur Theorie von Metapher, Metonymie und Symbol (Beihefte zum Euphorion)
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Beschreibung
In seiner Komödie ‚Der zerbrochne Krug‘ hat Kleist bekanntlich einen Prozeß auf die Bühne gestellt. Zugleich aber hat er dieses Gerichtsverfahren und die darin rekonstruierten Ereignisse in den Horizont zweier Mythen gerückt, die biblische Sündenfallgeschichte und den Ödipus-Mythos. Damit ist gleich mehrfach die Frage nach der Beziehung zwischen Literatur und Recht aufgeworfen. In welchem Verhältnis steht der Zuschauer im Theatersaal zu einem Prozeßbeobachter im Gerichtssaal? Was bedeutet es, wenn die Handlung dieses Lustspiels aus Versatzstücken (ur)alter Geschichten gebaut ist? Die Antwort, die Kleist mit dem ‚Zerbrochnen Krug‘ auf solche Fragen gibt, besteht in einer Demonstration der hermeneutischen Doppelgesichtigkeit von Erzählungen: Sie sind ein unverzichtbares Instrument zur Deutung von Ereignissen. Doch Geschichten bedürfen ihrerseits der Interpretation. In diesem Wechselspiel von Erzählung und Deutung erkundet Kleists Komödie ein ‚tertium comparationis‘ von Literatur, Justiz und Lebenswelt.
Produktdetails
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Über den Autor
- Kartoniert
- 161 Seiten
- Erschienen 2011
- Suhrkamp Verlag
- paperback
- 191 Seiten
- Erschienen 2005
- Wallstein Verlag
- paperback
- 184 Seiten
- Erschienen 2011
- J.B. Metzler
- Kartoniert
- 155 Seiten
- Erschienen 2011
- Suhrkamp Verlag



