»Höre Israel«: Jüdische Religiosität in nationalsozialistischen Konzentrationslagern
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Beschreibung
»Auschwitz ist unwiderruflich und einzig der Vernichtungsversuch des auserwählten Volkes des alten Bundes.« (Ottmar John) Im Angesicht der Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern stellten sich Fragen nach Gott und nach der Rechtfertigung Gottes in bis dahin unvorstellbarer Schärfe. Das religiöse Denken und Handeln jüdischer Häftlinge ist eine wichtige Dimension der Lagerwirklichkeit, eine Dimension, die bisher in der historischen und theologischen Literatur nicht oder nur sehr verkürzt zur Kenntnis genommen wurde.Der Kosmos von Tod, Angst, Verzweiflung, Hunger und Krankheit in den Konzentrationslagern bildete nicht nur den Hintergrund für das religiöse Handeln von Juden, sondern prägte und veränderte es. Thomas Rahe stellt die Bandbreite religiöser Verhaltensweisen jüdischer Häftlinge dar und fragt nach der Bedeutung der Religion für die Juden in den Konzentrationslagern. Unter welchen Voraussetzungen spielte sich das jüdisch-religiöse Leben in den Konzentrationslagern ab? Wie veränderte sich das religiöse Denken und Handeln unter den Bedingungen der Lagerexistenz? Inwieweit konnte die Religion helfen, eine Identität zu bewahren? Welche Folgen hatten religiöse Aktivitäten für die Überlebenschancen? Wie wurde der Holocaust religiös-theologisch gedeutet? Im Mittelpunkt dieser Darstellung stehen Selbstzeugnisse von jüdischen Häftlingen wie Tagebücher, Gebete, Gedichte, die in den Lagern entstanden sind, Erinnerungsberichte und Interviews. Thomas Rahe vermeidet vorschnelle Urteile und Verallgemeinerungen; er betrachtet vielmehr die unmittelbare Wirklichkeit in den Lagern und hört hin, was die Opfer zu sagen haben.
Produktdetails
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Über den Autor
- Kartoniert
- 228 Seiten
- Erschienen 2015
- Suhrkamp Verlag
- Gebunden
- 756 Seiten
- Erschienen 2011
- De Gruyter Oldenbourg



