Die Kriegsverbrecherlobby: Bundesdeutsche Hilfe für im Ausland inhaftierte NS-Täter
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Beschreibung
Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren in zahlreichen westeuropäischen Ländern NS-Kriegsverbrecher inhaftiert. Im Zuge der Westbindung der Bundesrepublik wurden die meisten von ihnen entlassen. Lediglich in Italien und den Niederlanden verblieben insgesamt fünf Deutsche im Gefängnis: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei verantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, sowie die »Vier von Breda«, die maßgeblich an der Ermordung der niederländischen Juden beteiligt gewesen waren. Hochrangige deutsche Politiker, unter ihnen die Bundeskanzler Brandt und Schmidt, setzten sich für ihre Freilassung ein. Felix Bohr zeichnet das westdeutsche Engagement für die im Ausland inhaftierten NS-Täter nach. Er zeigt, wie sich aus Netzwerken von Kirchenverbänden, Veteranenvereinigungen und Diplomaten eine einflussreiche Interessenvertretung formierte, die rechtliche und materielle Hilfe leistete. Während Opfer des NS-Regimes um gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung kämpften, organisierte die Lobby Unterstützung für die Kriegsverbrecher auf höchster politischer Ebene. Auf der Grundlage bislang mitunter nicht zugänglicher Quellen wirft Bohr einen umfassenden Blick auf ein bisher kaum bekanntes Kapitel bundesdeutscher Vergangenheitspolitik.
Produktdetails
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Über den Autor
- Gebunden
- 318 Seiten
- Erschienen 2012
- Pour Le Merite
- Kartoniert
- 400 Seiten
- Erschienen 2019
- Assoziation A
- Gebunden
- 312 Seiten
- Erschienen 2015
- Edition Raetia
- Gebunden
- 624 Seiten
- Erschienen 2006
- Siedler Verlag
- Gebunden
- 427 Seiten
- Erschienen 2013
- De Gruyter Saur
- Hardcover
- 880 Seiten
- Erschienen 2010
- Karl Blessing Verlag
- Gebunden
- 240 Seiten
- Erschienen 2023
- Deutsche Verlags-Anstalt



