Schüler in sozialen Diensten - Dimensionen pädagogischen Handelns
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Beschreibung
Ziel der Forschungsarbeit war es herauszufinden, welche gewinnbringenden Eigenschaften ein sozialer Dienst für den Schüler, die Schule sowie die Gesellschaft haben kann, in dessen Rahmen Kinder und Jugendliche einen größeren sozialen Verantwortungs-, Mitbestimmungs- und Handlungsbereich eingeräumt bekommen. Der Schulsanitätsdienst wurde als exemplarisches Ensemble untersucht, da er die erforderlichen Elemente: Ausbildung, Selbsttätigkeit und Selbstverantwortung, Fortbildung, handelnder Umgang mit Menschen, Erlebnis- und Erfahrungsfelder mit Elementen der Reflexion beinhaltet.Die Thematik des sozialen Lernens wird in dieser Arbeit zunächst in Zusammenhang und Abhängigkeit von Persönlichkeitsentwicklung, Schulerfolg, Leistungs- und Anpassungsdruck, individueller Lernbegleitung... betrachtet. Die Diskussion zum Erwerb sozialer Handlungskompetenz erfolgt vor dem Hintergrund und der Bedeutung der Sozialisation, aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich der Neurobiologie sowie Theorien und Erkenntnissen zur Selbstbestimmung und zum Aspekt des Lernens von Gemeinschaft. Deutlich wird, dass neben den gesellschaftlichen und sozialen Aspekten soziales Lernen als ein Teilprozess eines vielfältig auch interaktiv strukturierten Prozesses der Persönlichkeitsbildung verstanden werden kann.Ausgehend von der pädagogischen These, dass soziale Dienste gewinnbringend für den Schüler, die Schule sowie die Gesellschaft sind, wurden die konkreten, gewinnbringenden Eigenschaften identifiziert und kategorisiert.Im Rahmen der empirischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Mitwirkung in einem freiwilligen sozialen Dienst eine Vielzahl von vorteilhaften Entwicklungschancen für den Schüler (Selbstbewusstsein, Empathie, Freude und Befriedigung, Aufgeschlossenheit...), die Schule (Wertschätzung, Schulgemeinschaft, Steigerung des sozialen Engagements...) sowie für die Gesellschaft eröffnet (Stärkung der Gemeinschaft, Entlastung des professionellen sozialen Bereichs, Sicherheitsfaktor für die Gesellschaft, Motivation zu einem ehrenamtlichen Engagement...).Die vortrefflichen Chancen, die freiwillige soziale Dienste an Schulen für den Schüler, die Schule sowie die Gesellschaft erschließen, werden aufgrund der Ergebnisse der vorliegenden empirischen Untersuchung mehr als deutlich.Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse wurde ergänzend eine Anleitung zur Förderung des sozialen Engagements in der Schule geschaffen. von Rein, Mathias P.
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Über den Autor
Mathias P. Rein, Diplom-Pädagoge, Jhg. 1971, verheiratet, zwei Kinder. Mathias P. Rein ist Realschullehrer und war seit 1998 an zwei Profilschulen tätig. Rein ist Gründungsmitglied einer Realschule in Baden-Württemberg. Seit 2006 arbeitet Rein auch in der zweiten Phase der Lehrerausbildung als Lehrbeauftragter für Pädagogik.
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