Unter Beobachtung
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Beschreibung
Heutzutage werten Wissenschaftler aus und diskutieren, was von Geräten registriert worden ist. Anders stellte sich die Situation vor der technischen Aufrüstung des Beobachtungsbetriebs dar: Es gab zwar Instrumente, aber ohne Auge und Ohr ließ sich schon der Ort eines Sterns am Himmel nicht bestimmen. Die Arbeit der Sinne wurde bereits von Beginn der modernen Naturforschung an als ein unsicherer Faktor im Erkenntnisprozeß verstanden. In den Jahren nach 1800 setzte eine neue Entwicklung ein: War bis dahin auf Methode, Übung und Vorschrift vertraut worden, wurde nun der Beobachterorganismus selbst - so wie vorher die Instrumente der Naturforschung - zum Gegenstand der Untersuchung. Dieser Umschwung brachte ein Verständnis der Sinne als Akteure eigener Ordnung mit sich, wie es die Physiologen jener Tage im Begriff des Sinnesapparates zu fassen versuchten. von Hoffmann, Christoph
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Über den Autor
Der Autor Christoph Hoffmann, geb. 1963, seit 1998 am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin; seit 2005 Privatdozent für Neuere Deutsche Literatur an der Europa-Universität Frankfurt/Oder. Veröffentlichungen u.a.: Der Dichter am Apparat (1997), Ästhetik als Programm (Hg. zs. mit Barbara Büscher und Hans Ch. von Herrmann, 2004), Umwege des Lesens (Hg. zs. mit Caroline Welsch, 2006). Im Wallstein Verlag erschienen Über Schall. Ernst Machs und Peter Salchers Geschoß-fotografien (Hg. zus. mit Peter Berz)
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