Der gute Stalin: Roman
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Beschreibung
Viktor Jerofejews Roman, der in Auszügen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem New Yorker erschien, kreist um die Auseinandersetzung mit einem mächtigen Vater - Vertreter der Nomenklatura, politischer Berater Molotows, Dolmetscher Stalins -, einem Vater, den der Erzähler überwinden muss, um als Schriftsteller in die Welt zu treten. Papa arbeitete im Kreml. Was er da eigentlich machte, wusste ich nicht so genau, aber wenn ich mit meinen Freunden am Kreml vorbeifuhr (im Winter bis über die Nase in Schals gehüllt, in Biberlammpelzen, Mützen, Filzstiefeln und mit Schäufelchen ausgerüstet, um im Gorki-Park im Schnee zu spielen), dann sagte ich sachkundig zu ihnen: »Hier arbeiten mein Papa und Genosse Stalin.« Viktor Jerofejew wuchs im Herzen der politischen Macht auf, sein Vater gehörte zum Stalinschen Hofstaat, er war Berater und Dolmetscher, später Botschafter im westlichen Ausland. Die Welt der geknechteten Herren, gesättigt und privilegiert, wird mit melancholischem Spott porträtiert. Zugleich wird der Blick des Kindes gewahrt, das nicht anders kann, als seinen Vater zu lieben, und mit ihm die Umgebung, in der es heranwächst. Kindliche Sicht und historisches Wissen sind die Pole der Wahrnehmung, zwischen denen dieser Text oszilliert und aus denen er seine Spannung bezieht. Letztlich aber ist dieser eindrucksvolle Roman die Geschichte der Geburt eines Schriftstellers und Dissidenten, die Geschichte des Triumphs der künstlerischen, der schöpferischen Freiheit - dank des politischen Mordes an seinem Vater wurde der Autor paradoxerweise ein freier Mensch. Die Tatsache, dass ihm eben jener »Ermordete« zur Seite steht, als die politische Verfolgung einsetzt, zeugt wiederum von der menschlichen Größe der Protagonisten dieses literarischen Zeitzeugnisses.
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Über den Autor
- Gebunden
- 1280 Seiten
- Erschienen 2021
- Claassen
- Hardcover
- 187 Seiten
- Erschienen 2009
- Rowohlt Berlin
- paperback
- 72 Seiten
- Erschienen 2014
- DELCOURT
- hardcover
- 820 Seiten
- Erschienen 2018
- Wallstein
- Kartoniert
- 512 Seiten
- Erschienen 2018
- FISCHER Taschenbuch
- hardcover
- 624 Seiten
- Erschienen 2004
- Karl Blessing Verlag
- Gebunden
- 368 Seiten
- Erschienen 2015
- S. FISCHER
- Gebunden
- 552 Seiten
- Erschienen 2011
- Schoeffling
- hardcover
- 488 Seiten
- Erschienen 2008
- Patmos
- Gebunden
- 496 Seiten
- Erschienen 2012
- Rowohlt Hardcover
- Kartoniert
- 560 Seiten
- Erschienen 2018
- Ullstein Taschenbuch




