Lazarus - Literarische Latenzen in romanischen Literaturen des 20. Jahrhunderts
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Beschreibung
Lazarus-Figuren tauchen in Frankreich und Spanien nach dem Zweiten Weltkrieg in literarischen und literaturtheoretischen Texten besonders häufig auf. Offenbar geht vom biblischen Wiedergänger eine besondere Faszination aus, die in historischer Perspektive einzigartig ist. Als Rückkehrer aus dem Totenreich fördert Lazarus traumatische Erfahrungen zutage, die sich einer alltäglichen Versprachlichung entziehen und nur im Medium der Literatur sagbar sind. Lazarus wird zur Metapher für Kriegsheimkehrer, KZ-Überlebende, Gefolterte, Exilanten und andere Wiedergänger des kollektiven Gedächtnisses. Gegen nationalstaatliche Mythenbildungen rücken in literarischen Texten der unmittelbaren Nachkriegsjahre jene Opfer ins Blickfeld, die aus dem öffentlichen Diskurs verdrängt werden. Anhand kulturwissenschaftlicher Theorien zu Latenz und Erinnerungsabwehr wird gezeigt, wie fiktionale Texte zumindest Spuren des Verdrängens und Verstummens bezeugen und so den Rahmen des Sagbaren erweitern können. von Hennigfeld, Ursula
Produktdetails
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Über den Autor
- hardcover
- 432 Seiten
- Erschienen 2009
- Goldmann Verlag
- Kartoniert
- 288 Seiten
- Erschienen 1999
- Rowohlt Taschenbuch
- paperback
- 320 Seiten
- Erschienen 2007
- Little Black Dress
- Gebunden
- 110 Seiten
- Erschienen 2018
- Edition Korrespondenzen
- Gebunden
- 288 Seiten
- Erschienen 2022
- Tropen
- Kartoniert
- 336 Seiten
- Erschienen 1973
- Insel Verlag




