Hölderlin und Leonardo
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Beschreibung
Es gehört zu den kaum erklärbaren Ungereimtheiten der Hölderlin-Forschung, dass ein so groß angelegtes Gedichtvorhaben wie Hölderlins Hymnenentwurf an die Madonna so gut wie unbeachtet geblieben ist. Dem Text ist eine Erratik und Fremdheit eigen, die unter anderem auf seine Bildhaftigkeit zurückzuführen ist. Hölderlin hatte offenbar ein bestimmtes Bild tatsächlich vor Augen: Seine Hymne wurde von Leonardos "Felsgrottenmadonna" dem Sinn und der Form nach inspiriert. Die Konsonanz zwischen Bild und Text lässt einen Zusammenhang zwischen Hölderlins und Leonardos Weltansicht erkennen, der über die einzelnen Werke hinausgeht: Gleichmut am Abgrund in beinahe apokalyptischer Erwartung. von Nolte, Josef
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Über den Autor
Der Tübinger Theologe und Historiker Josef Nolte war von 1983 bis 2005 Professor für Europäische Kulturgeschichte und Kunstwissenschaft an der Universität Hildesheim. Seit seiner Emeritierung lebt und arbeitet er wieder in Tübingen. Sein besonderes Interesse gilt der Kultur der Renaissance in Italien und ihrer Nachwirkung in Europa sowie auch der Theologie Friedrich Hölderlins, die bisher kaum in ihrem Rang gewürdigt wird.
- Gebunden
- 752 Seiten
- Erschienen 2018
- Propyläen Verlag




