Ich wußte nie, was mit Vater ist: Das Trauma des Krieges
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Beschreibung
Die seelischen Folgelasten in den Kriegs- und Nachkriegsgenerationen sind das Thema des prominenten Gesellschafts- und Psychoanalytikers Wolfgang Schmidbauer. Im geschützten Raum der Therapie hört und beobachtet er den Nachhall jener verheerenden Gewaltexplosionen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, an denen Millionen von Menschen gelitten haben. An ihren Folgen tragen auch ihre Kinder und Enkel noch heute. Auf extreme Belastungen – an der Front, auf der Flucht, im KZ – reagieren Erwachsene durch «psychische Zentralisation». Mit diesem Begriff faßt Schmidbauer die seelischen Folgen für Menschen, deren normaler Reizschutz längere Zeit überfordert wird. Ihre Phantasie- und Gefühlstätigkeit wird eingeschränkt auf das lebensnotwendige Minimum. Die Anstrengungsbereitschaft und das Interesse für alles, was nicht mit dem unmittelbaren physischen Überleben zu tun hat, nehmen ab. Vergangenheit und Zukunft werden belanglos. Im Krieg ist chronische Traumatisierung die Regel. Posttraumatisch führt die Zentralisation zu seelischen Verhärtungen, die verhindern sollen, daß schmerzhafte Erlebnisse das Ich erneut überschwemmen. Wolfgang Schmidbauer beginnt mit zwei erschütternden Fallgeschichten aus seiner Praxis. Er diskutiert daran die verschiedenen psychischen Deformationen durch Traumatisierung im Krieg und ihre oft rätselhaft verschlüsselten Folgen für die Nachkommen.
Produktdetails
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Über den Autor
- hardcover
- 240 Seiten
- Erschienen 2008
- Kreuz Verlag
- hardcover
- 927 Seiten
- Erschienen 1995
- Dva
- Klappenbroschur
- 367 Seiten
- Erschienen 2016
- Mosaik



