Das Treibhaus (Bibliothek Suhrkamp)
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Beschreibung
"Das Treibhaus" von Wolfgang Koeppen, erstmals 1953 veröffentlicht, ist ein bedeutender Roman der Nachkriegsliteratur in Deutschland. Die Geschichte spielt in den frühen 1950er Jahren und folgt dem Protagonisten Keetenheuve, einem idealistischen und desillusionierten Bundestagsabgeordneten. Der Roman bietet einen kritischen Blick auf die politische Landschaft der jungen Bundesrepublik Deutschland. Keetenheuvel kämpft mit den politischen Machenschaften und Intrigen im Bundestag sowie mit seiner persönlichen Entfremdung und Trauer über den Verlust seiner Frau. Er sieht sich zunehmend isoliert und verliert seinen Glauben an die Möglichkeit einer echten demokratischen Erneuerung nach dem Zweiten Weltkrieg. Koeppen zeichnet ein düsteres Bild der politischen Realität jener Zeit, geprägt von Opportunismus und moralischer Korruption. Der Titel "Das Treibhaus" symbolisiert die künstliche, abgeschottete Welt des Parlamentsbetriebs, in der echte Veränderung kaum möglich scheint. Der Roman gilt als Meisterwerk der deutschen Literatur und besticht durch seine poetische Sprache und scharfsinnige Gesellschaftskritik.
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Über den Autor
Wolfgang Koeppen wurde am 23. Juni 1906 in Greifswald geboren und starb am 15. März 1996 in München. Nach einem elfjährigen Aufenthalt in Ortelsburg (Ostpreußen) kehrte er 1919 nach Greifswald zurück. Aus finanziellen Gründen musste er vom Gymnasium auf die Mittelschule wechseln, von der er ohne Abschluss abging. Danach versuchte er sich in ganz unterschiedlichen Berufen: in einer Buchhandlung, im Stadttheater in Greifswald. Als Hilfskoch kam er nach Schweden und Finnland, in Würzburg arbeitete er als Dramaturg. 1927 ließ er sich in Berlin nieder, wo er 1931 zwei Jahre als fest angestellter Redakteur beim Berliner Börsen-Courier arbeitete. Er schrieb Reportagen, Feuilletons, auch erste literarische Arbeiten entstanden. 1934 erschien sein erster Roman, Eine unglückliche Liebe. Im selben Jahr siedelte er in die Niederlande über. Hier begann er mit der Niederschrift des nicht vollendeten Romans Die Jawang-Gesellschaft. 1935 erschien der Roman Die Mauer schwankt, der jedoch kaum beachtet wurde. Er kehrte 1938 nach Deutschland zurück und arbeitete ab 1941 für die Bavaria-Filmgesellschaft in Feldafing am Starnberger See, 1945 siedelte er nach München über. 1948 erschien anonym das Buch Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch, zu dessen Neupublikation unter seinem Namen er erst 1992 zustimmte. 1951, 1953 und 1954 erschienen die drei Romane, die als die atmosphärisch genaueste Vergegenwärtigung des Klimas der Adenauer-Republik gelten: Tauben im Gras, Das Treibhaus und Der Tod in Rom. Koeppen verschaffte mit Nach Rußland und anderswohin, Amerikafahrt und Reisen nach Frankreich der Reiseliteratur in Deutschland hohes Ansehen.
- paperback
- 444 Seiten
- Bastei-Lübbe
- Gebunden
- 333 Seiten
- Erschienen 2023
- Ökobuch
- Klappenbroschur
- 416 Seiten
- Erschienen 2021
- Goldmann Verlag
- hardcover
- 208 Seiten
- Erschienen 2009
- Gerstenberg Verlag
- hardcover
- 128 Seiten
- Erschienen 2000
- DuMont
- paperback
- 180 Seiten
- Hogrefe AG
- hardcover
- 48 Seiten
- Erschienen 2012
- Graf Verlag




