Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer: Bühnenfassung von Heiner Müller
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Beschreibung
"Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer" ist ein unvollendetes Fragment von Bertolt Brecht, das von Heiner Müller in eine Bühnenfassung gebracht wurde. Das Stück handelt von einer Gruppe desertierter Soldaten während des Ersten Weltkriegs, die sich in Mülheim an der Ruhr verstecken. Im Zentrum steht Johann Fatzer, der zunehmend als egoistisch und individualistisch wahrgenommen wird und damit Spannungen innerhalb der Gruppe hervorruft. Fatzer verkörpert den Konflikt zwischen individuellem Überlebenstrieb und kollektivem Handeln. Die Gruppe ringt mit Fragen von Loyalität, Moral und Verrat, während sie versucht, in einer feindlichen Umgebung zu überleben. Müllers Fassung hebt die existenziellen und politischen Dimensionen des Fragments hervor und betont die zeitlose Relevanz dieser Themen. Das Werk ist bekannt für seine experimentelle Struktur und den Bruch mit traditionellen erzählerischen Formen, was es zu einem herausfordernden, aber tiefgründigen Theatererlebnis macht.
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Über den Autor
Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.
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