Ohr und Auge - Klang und Form
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Beschreibung
Daß man eine musikalische Form "überschaubar" - und nicht etwa "überhörbar" - nennt, mutet ebenso selbstverständlich an wie der immer wieder formulierte Vergleich zwischen Musik und Architektur. Doch verbirgt sich hinter diesem Transfer optischer Kategorien auf akustisch wahrnehmbare Klangereignisse eine Traditionslinie, die bereits im 18. Jahrhundert Widerspruch hervorrief. So kritisierte Johann Gottfried Herder den von der Architektur entlehnten Formbegriff klassizistischer Autoren als Kolonialisierung des Ohrs durch das Auge - ein Gedanke, den Richard Wagner aufgreifen und gegen Eduard Hanslicks Ästhetik des "Musikalisch-Schönen" verteidigen sollte. In diesem Sinne wird Wagners "unendliche Melodie" neu als Versuch interpretiert, eine "unanschauliche", von der Vorherrschaft des Auges weitgehend befreite Musik zu schaffen. Klang und Form treten dabei in ein Verhältnis, das sich mit Begriffspaaren wie "dionysisch/apollinisch" (Nietzsche) oder "Es/Ich" (Freud) verbindet und auf dieser Grundlage sogar musikdramatische Gestalt gewinnt: in Wagners Meistersingern von Nürnberg und noch am Ende der 1910er Jahre in Franz Schrekers Die Gezeichneten. von Stollberg, Arne
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Über den Autor
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- 480 Seiten
- Erschienen 1988
- Rowohlt Taschenbuch
- Kartoniert
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- 95 Seiten
- Erschienen 2004
- München, London, New York: ...
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- Pestalozzi Verlag
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- 272 Seiten
- Erschienen 2013
- Hogrefe AG
- Gebunden
- 268 Seiten
- Erschienen 2009
- Thieme
- paperback
- 320 Seiten
- Erschienen 1985
- Rowohlt
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- Erschienen 1997
- Kösel,




