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Oden

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Kurzinformation
Sprache:
Deutsch
ISBN:
3150013917
Seitenzahl:
184
Auflage:
-
Erschienen:
1970-01-01
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Beschreibung

Oden

Klopstocks Oden zeigen in Sprache und Versmaß die Entfaltung einer nuancierten und kraftvollen Darstellung seelischen Empfindens. Dafür wurde er als Überwinder erstarrten poetischen Regelwerks unter anderem von Goethe, Schiller und Hölderlin gefeiert. von Klopstock, Friedrich Gottlieb

Produktdetails

Einband:
Kartoniert
Seitenzahl:
184
Erschienen:
1970-01-01
Sprache:
Deutsch
EAN:
9783150013915
ISBN:
3150013917
Gewicht:
96 g
Auflage:
-
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Über den Autor

Friedrich Gottlieb Klopstock, 2. 7. 1724 Quedlinburg - 14. 3. 1803 Hamburg. Der Sohn eines Juristen besuchte das Gymnasium in Quedlinburg (1736-39) und die Fürstenschule Schulpforta (1739-45) und studierte dann von 1745 bis 1748 Theologie zunächst in Jena, ab 1746 in Leipzig. 1748 wurde er Hauslehrer bei Verwandten in Langensalza, 1750 folgte er einer Einladung J. J. Bodmers nach Zürich, doch der lebensfrohe Jüngling entsprach nicht den Erwartungen, die sich Bodmer vom Messiasdichter gemacht hatte. Im Frühjahr 1751 reiste er nach Kopenhagen, da ihm der dän. König eine jährliche Pension von 400 (später 600) Talern mit der einzigen Verp¿ichtung, den Messias zu vollenden, ausgesetzt hatte. Auf der Durchreise lernte er in Hamburg Meta Moller kennen, die er 1754 heiratete. Sie starb nach vierjähriger Ehe bei der Geburt eines Kindes. Als sein Freund und Gönner Bernstorff vom dän. König seiner Ämter enthoben wurde und nach Hamburg übersiedelte, folgte ihm Klopstock. Hier lebte er, von einem kurzen Zwischenspiel als Hofrat in Karlsruhe 1774-75 abgesehen, bis zu seinem Tod im Mittelpunkt eines großen Freundeskreises. 1792 ernannte ihn die Französische Republik zum Ehrenbürger. Für seine Zeitgenossen war K. in erster Linie der Sänger des Messias, des von John Milton inspirierten großen christlichen Epos. Die ersten drei Gesänge, 1748 in den Bremer Beyträgen veröffentlicht, begründeten seinen Ruhm; vollendet wurde das Werk erst 1773 (20 Gesänge, annähernd 20 000 Hexameter). Gegenstand des Epos ist die Passion Christi und die Verherrlichung des Erlösers; geschildert werden dabei weniger die Geschehnisse selbst als ihre Wirkung auf die Zeugen und Beteiligten, als deren Emp¿ndungen und Gefühle. Die Distanz, mit der der Erzähler des antiken Epos über das Geschehen verfügt, hat einer subjektiven, distanzlosen Darstellungsweise Platz gemacht. Dazu gehört ein ekstatischer Ton, um Hörer oder Leser für die erhabenen Gedanken empfänglich zu machen, ihre Seele in Bewegung zu setzen und ihnen das Herz ganz zu rühren. Thematisch und formal vielfältig ist K.s Lyrik: Oden in antiken Strophenmaßen und selbst erfundenen Formen, Elegien, Epigramme und freirhythmische Hymnen behandeln Themen wie Gott und Natur, Liebe, Freundschaft und Politik in einem von Ergriffenheit, Begeisterung, Höhe des Gefühls geprägten enthusiastischen Ton. Die politische Odendichtung ¿ndet ihren Ausdruck in der Hinwendung zur germanischen Vorzeit (Bardendichtung), dann in (zunächst) begeisterten Revolutionsoden. Der Rückgriff auf die germanische Vergangenheit regte K. zu Versuchen mit einer neuen dramatischen Form an (Bardiet), die - indem sie die Handlung ins Seelische verlagert und ganz aus der Sprache lebt - betont lyrische Züge trägt. Auch K.s Bibeldramen haben einen betont emp¿ndsamen Charakter. K.s prophetisches Sendungsbewusstsein, in dem sich die antike Vorstellung vom Dichter als Seher erneuerte, verstärkte die Wirkung seiner Poesie, die mit ihrer emotionalen Intensität, kühnen Bildersprache und überwältigenden Dynamik tiefgreifenden Ein¿uss ausübte. In: Reclams Lexikon der deutschsprachigen Autoren. Von Volker Meid. 2., aktual. und erw. Aufl. Stuttgart: Reclam, 2006. (.) - © 2001, 2006 Philipp Reclam jun. GmbH & Co., Stuttgart.


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