Die Wahhabiten und die Osmanen: Berichte von zeitgenössischen osmanischen Beamten über den Aufstieg des Muhammad ibn Abdul-Wahhab und der Saudis
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Beschreibung
Mitte des 18. Jahrhunderts erhob sich in Arabien ein neu\-artiger Fanatismus unter dem Deckmantel des Islams: der Wahhabismus. Sein Begründer Muhammad ibn Abdul-Wahhab verbündete sich mit dem Stamm der Saudis und gemeinsam gründeten sie das erste saudisch-wahhabitische Reich. Die Osmanen hätten diese Raserei in ihrem Herrschaftsgebiet im Keim ersticken können. Sie unterließen es aber und ignorierten entsprechende Gesuche ihrer Gouverneure. Die osmanische Duldungspolitik gipfelte in den wahhabitischen Massakern an den Schiiten in Nadschaf und Karbala und in den Plünderungen der heiligen Mausoleen der Ahlulbayt (a.). Viel zu spät erkannten die Osmanen die Auswirkungen ihrer Politik. Zuletzt zogen sie Anfang des 19. Jahrhunderts gegen die Wahhabiten zu Felde und schlugen sie vernichtend. Der Wahhabismus schien für alle Zeiten ausgelöscht zu sein. Die europäischen Kolonialmächte, allen voran die Briten, sammelten jedoch sämtliche Informationen zum Wahhabismus, verbreiteten eine Biografie über Ibn Abdul-Wahhab und beobachteten die Ideologie bis zu ihrer Vernichtung durch die Osmanen – um sie Anfang des 20. Jahrhunderts, nach dem Untergang der Osmanen, neu ins Leben zu rufen. Diese Forschungsarbeit analysiert den Aufstieg und Niedergang des ersten saudisch-wahhabitischen Reiches anhand der Berichte osmanischer Gouverneure an die Hohe Pforte in Istanbul.
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Über den Autor
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