Archivische Überlieferungsbildung im Spiegel von Bewertungsdiskussion und Repräsentativität (Archivhefte)
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Beschreibung
Die hier in überarbeiteter Neuaufl age wieder vorgelegte Publikation von Matthias Buchholz erschien zuerst vor zehn Jahren, im Jahr 2001, und war - für eine ein zwar äußerst wichtiges, aber doch spezielles Thema der Archivistik behandelnde Dissertation - in erstaunlicher kurzer Zeit vergriffen. Die seinerzeit sehr positiv besprochene Arbeit wurde seitdem immer wieder nachgefragt, was zweifelsohne an der Nutzungsvielfalt und dem unmittelbaren praktischen Wert der Studie liegt. Die Frage des Umgangs mit und der Bewertung von Massenschriftgut ist offenbar von ungebrochenem Interesse für viele Archivare. Eine Umfrage zur Bewertungspraxis in Kommunalarchiven ergab seinerzeit, dass Verfahren der statistischen Auswahl zwar bekannt waren, jedoch schematisch und un refl ektiert angewandt wurden. Ganz offensichtlich bestand und besteht ein Bedarf an Handlungsmustern zur Bewertung gerade des Schriftguttypus’ der „Massenakten“. Hier kann und will die vorliegende Publikation nach wie vor Abhilfe schaffen: „.die Arbeit von Buchholz räumt deutlich mit falschen Vorstellungen auf, die bisher mit dem Spektrum der verschiedenen praktizierten Auswahlverfahren bei Massenakten verbunden waren. Die Ergebnisse sind eindeutig, an ihnen wird niemand vorbeigehen können.“ (Der Archivar, Jg. 56, 2003, H.2) Am Beispiel von Sozialhilfeakten beschreibt das Buch die „Logik“ von statistischen Auswahlverfahren, die in Archiven Anwendung fi nden. Begleitet wird diese Analyse von einer in ihrer Ausführlichkeit bisher einzigartigen kritischen Würdigung der deutschen Bewertungsdiskussion und einem Exkurs, der die Aussagekraft der in Augenschein genommenen Überlieferung unter Nutzungsgesichtspunkten zu evaluieren sucht. Hierbei erweist sich der ausführliche bewertungstheoretische Introitus als besonders aufschlussreich, weil er dank seiner informationswertorientierten Perspektive die theoretischen Defi zite archivischer Überlieferungsbildung und ihre möglichen praktischen Folgen offenzulegen vermag. Der Autor verdeutlicht, dass auch für formalisierte Verfahren archivischer Überlieferungsbildung inhaltliche Wertungsmaßstäbe als unverzichtbare Bezugsgrößen gelten müssen. Für die überarbeitete Neuaufl age hat der Autor auch die Ergebnisse der wissenschaftlichen Diskussion der letzten 10 Jahre zum Thema Überlieferunsgbildung und archivische Bewertung in dieser bewährten Manier nachgezeichnet und analysiert, so dass der Band insgesamt nach wie vor eine aktuelle und umfassende Orientierung zu diesem komplexen Thema bietet.
Produktdetails
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Über den Autor
- hardcover
- 758 Seiten
- Erschienen 2026
- Wallstein Verlag
- paperback
- 492 Seiten
- Erschienen 2023
- meson press eG
- Gebunden
- 288 Seiten
- Erschienen 2022
- Wallstein Verlag
- paperback
- 460 Seiten
- Erschienen 2024
- Wallstein Verlag
- Kartoniert
- 270 Seiten
- Erschienen 2022
- Pustet, F
- paperback
- 140 Seiten
- Erschienen 2013
- Springer VS



