Vergessene Geschäfte - verlorene Geschichte. Jüdisches Wirtschaftsleben in Marburg und seine Vernichtung im Nationalsozialismus
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Beschreibung
Die jüdische Beteiligung am Wirtschaftsleben der Stadt Marburg geht bis in das Mittelalter zurück. Sie endet nach dem Pogrom 1938 mit der „Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“, als jede selbstbestimmte Wirtschaftstätigkeit für Juden in Deutschland aufhörte. Am Beispiel Marburgs wird die Geschichte des jüdischen Erwerbslebens nachgezeichnet. Die meisten der jüdischen Familien Marburgs hatten Gewerbebetriebe, insbesondere Einzelhandelsgeschäfte. Diese waren über die ganze Stadt verteilt. Eine Assimilation, wie in den Großstädten, hatte so gut wie nicht stattgefunden. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von 1933 bis zum 6. September 1942, als die letzten Marburger Juden nach Theresienstadt deportiert wurden, werden die einzelnen Lebenswege dieser Bevölkerungsgruppe und das Schicksal ihrer Geschäfte und Unternehmen detailliert dokumentiert. Das Beispiel der Pogrome von 1938 zeigt aber auch, dass deren Funktion nicht generell die „Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ gewesen sein kann; die jüdischen Geschäfte in Marburg waren bereits zu diesem Zeitpunkt zum größten Teil „arisiert“ oder „liquidiert“. Auf 297 Seiten schildern die Autoren Barbara Händler-Lachmann und Thomas Werther in dem broschierten Buch die dramatischen Lebensgeschichten der im Landkreis Marburg lebenden Juden.
Produktdetails
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Über den Autor
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- 304 Seiten
- Erschienen 2012
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