Noch auf Kurs? Zehn Jahre 'Neue Steuerung' in der Jugendhilfe
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Beschreibung
Das „Neue Steuerungsmodell“ war Anfang der 1990er Jahre angetreten mit dem Anspruch, aus einer rechtlich-bürokratisch geregelten „Eingriffsverwaltung“ Weberscher Provenienz ein modernes „Dienstleistungsunternehmen Kommunalverwaltung“ zu machen. Die Diagnose lautete auf „organisierte Unverantwortlichkeit“ (Banner), denn die Verwaltung, so die damalige These der KGSt, habe sich gegenüber der Politik verselbstständigt. Orientiert am Muster US-amerikanischer, britischer und niederländischer Modelle sollte die staatliche Administration so umgebaut werden, dass sie „von außen nach innen“ gesteuert wird, sich also an den Bedürfnissen der nun als „Kunden“ definierten Bürger ausrichtet und der Nachfrageseite entsprechende „Dienstleistungen“ bereitstellt. Damit verbunden waren Vorstellungen der Zusammenführung von „Fach- und Ressourcenverantwortung“, der Verlagerung der Budgets bis hin auf die ausführende Ebene bei gleichzeitiger Einführung von Controlling-Verfahren. Zugleich sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltungen individuelle Karrierewege eröffnet werden, in denen „Leistung“ belohnt würde. Dies alles war mit dem Anspruch der Installierung und Professionalisierung des Managements verbunden, das als alleiniger Garant von Effektivität und Effizienz galt. Schon kurz nach Veröffentlichung der KGSt-Programmatik entfaltete sich ein kritischer Diskurs in der Fachöffentlichkeit, der als ein Faktor dafür gelten kann, dass die Implementation der Politik der „Neuen Steuerung“ in der Sozialen Arbeit bisher nicht an allen Stellen die Wirkung entfalten konnte, die ihr ihre Protagonisten zugedacht hatten (vgl. Widersprüche-Bände 52, 53 und 59). Im Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe der Widersprüche werden drei empirische Untersuchungen vorgestellt, die die Situation in den Sozialen Diensten nach zehn Jahren „Neuer Steuerung“ analysieren. Der Band enthält folgende SCHWERPUNKT-Beiträge: Matthias Nauerth: Neue Steuerungen in der Praxis: Von Nutzenkalkül und Fremdbestimmung der Sozialen Arbeit; Heinz Messmer: Kostensteuerung oder fachliche Indikation – Heimerziehung im Spannungsfeld divergierender Rationalitäten; Heinz-Jürgen Dahme und Norbert Wohlfahrt: Soziale Dienste auf dem Weg in die Sozialwirtschaft. Auswirkungen der “Neuen Steuerung” auf die freien Träger und Konsequenzen für die Soziale Arbeit. FORUM-Beiträge: Thomas von Freyberg Fördern und Fordern Teil 3: Case Management in der integrierten Hilfe zur Arbeit; Bernd Dollinger: Die Anthropologisierung sozialer Risiken im Programm der Sozialen Arbeit.
Produktdetails
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Über den Autor
- Gebunden
- 196 Seiten
- Erschienen 2022
- Beltz
- Hardcover
- 356 Seiten
- Erschienen 2020
- Lambertus
- paperback
- 424 Seiten
- Erschienen 2018
- Springer VS
- Hardcover
- 121 Seiten
- Erschienen 2011
- Verlag Barbara Budrich
- paperback
- 220 Seiten
- Erschienen 1999
- Haus Altenberg
- Kunststoff-Ordner
- 240 Seiten
- Erschienen 2016
- Borgmann Media
- paperback
- 432 Seiten
- Erschienen 2012
- Beltz Juventa
- Kartoniert
- 214 Seiten
- Erschienen 2011
- verlag das netz
- unknown_binding
- 112 Seiten
- Kohlhammer



