Widersprüche: H. 88: Widersprüche. Neo-Diagnostik - Modernisierung klinischer Professionalität?
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Beschreibung
In den 70er Jahren, in der Phase des Anwachsens der Sozialen Arbeit an Universitäten, Fachhochschulen und Fachschulen, gab es etwas wie eine soziale Öffnung, sowohl was die Studierenden als auch was die inhaltliche Orientierung der Mehrheit der Lehrenden anbelangt. Seit Anfang der 80er Jahre, verstärkt jedoch in den 90ern, ist ein Prozess der disziplinären Schließung zu beobachten. In dem Maße, wie die “universitäre Sozialpädagogik” in die Phase der Selbstrekrutierung kam, begann die soziale Schließung. Zeitgleich mit der Verkündigung des Endes der “großen Erzählungen” verloren kritische Positionen an Einfluss. Es vollzogen sich zwei auf den ersten Blick widersprechende Bewegungen: Auf der einen Seite wurden “Pluralisierung” und “Individualisierung” zu den beliebtesten Bezugspunkten aller sozialwissenschaftlichen Disziplinen, auf der anderen Seite wurde die kurzzeitig in den Hintergrund geratene Suche nach dem jeweils “Eigentlichen” wieder intensiviert. In einem allerdings scheinen sich alle Tendenzen und “Lager” der Sozialen Arbeit einig zu sein: Um sich von den anderen Professionen abzugrenzen gilt es, ein sowohl professionelles als auch disziplinäres Element praxisnah, aber theoriegesättigt als Fixpunkt der Gemeinsamkeit zu finden. Das scheint mit dem, was sich um Begriff und Inhalt von “Diagnose” rankt, gelungen zu sein. Der Band enthält folgende SCHWERPUNKT-Beiträge: Timm Kunstreich: Neo-Diagnostik – Modernisierung klinischer Professionalität? – Ein Exposé für ein Methodenheft der Widersprüche; Timm Kunstreich, Burkhard Müller, Maja Heiner und Marianne Meinhold: Neo-Diagnostik – Modernisierung klinischer Professionalität? – Ein Briefwechsel; Silvia Staub-Bernasconi: Diagnostizieren tun wir alle – nur nennen wir es anders; Christian Schrapper: “... dem eigenen Urteil trauen?” Erfahrungen und Positionen zur sozialpädagogischen Diagnostik; Lothar Böhnisch: Die Tücke des Subjekts; Helga Cremer-Schäfer: Wie der Name einer Sache unser Verhalten bestimmt”– Eine Erinnerung an Wissen über Diagnostik; Renate Schumak: Diagnostische Verfahren in der Arbeitsmarktpolitik: Profiling im aktivierenden Staat; Wilfried Manke und Helmut Quitman: Dialogische Diagnostik in begabungsfördernden Beratungs- und Unterrichtsprozessen; Mark Schrödter: Zur Unhintergehbarkeit von Diagnose – Klassifikation in der Sozialen Arbeit; Holger Ziegler: Diagnose, Macht, Wissen und “What Works?” – Die Kunst, dermaßen zu regieren; FORUM-Beitrag: Thomas von Freyberg: Fördern und Fordern (Teil 1): Der Angriff auf den deutschen Sozialkonsens.
Produktdetails
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Über den Autor
- paperback
- 192 Seiten
- Erschienen 1994
- Springer-Verlag
- Hardcover
- 629 Seiten
- Erschienen 2007
- Schattauer
- paperback
- 122 Seiten
- Erschienen 2023
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- Hardcover
- 1136 Seiten
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- Kartoniert
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- Erschienen 2020
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- paperback
- 320 Seiten
- Erschienen 2024
- MWV Medizinisch Wissenschaf...
- paperback
- 153 Seiten
- Attempto



