Phantome des Kalten Krieges: Die Organisation Gehlen und die Wiederbelebung des Gestapo-Feindbildes »Rote Kapelle« (Veröffentlichungen der UHK zur BND-Geschichte, Band 2)
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Beschreibung
Die Organisation Gehlen übernahm mit dem Personal aus Gestapo und anderen NS-Behörden einige ihrer Feindbilder. Neu formiert unter den Vorzeichen des Kalten Krieges, führte sie bis in die sechziger Jahre hinein ausgedehnte Ermittlungen gegen eine nicht existierende kommunistische Spionageorganisation: die neu erstandene »Rote Kapelle«. Tatsächlich ermittelte sie gegen Überlebende aus dem Widerstand, die aus den Lagern und Zuchthäusern der Nationalsozialisten oder dem Exil zurückgekehrt waren und es ernst meinten mit dem demokratischen Neuanfang. Den Männern, die sich aus verantwortlichen Positionen des NS-Regimes in den Gehlen-Dienst gerettet hatten, diente die Wiederbelebung des Gestapo-Mythos dazu, die NS-Gegner zu denunzieren, um sie vom öffentlichen Leben fernzuhalten und die Furcht vor kommunistischer Unterwanderung zu schüren, um so ihr eigenes institutionelles Überleben abzusichern. (Band 2 der Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945-1968)
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Über den Autor
Jahrgang 1962, Historiker, 2000 Promotion; bis 2011 Leiter des Arbeitsbereichs Forschung und Dokumentation an der Gedenkstätte Berliner Mauer; seit 2012 Mitarbeiter der Unabhängigen Historikerkommission zur Geschichte des BND; zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. zum Ministerium für Staatssicherheit und zur Berliner Mauer, zur Geschichte der Geheimdienste und des BND.
- perfect
- 168 Seiten
- Erschienen 1980
- Hase & Koehler
- Kartoniert
- 481 Seiten
- Erschienen 2009
- Mosquito-Verlag
- hardcover
- 307 Seiten
- Erschienen 1999
- Levermann, H




