Schopenhauer und das Geld
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Beschreibung
Wie kaum ein anderer Philosoph war Arthur Schopenhauer in Gelddingen bewandert. Bevor er die Gelehrtenlaufbahn einschlug, durchlief er die schulische und praktische Ausbildung eines Kaufmanns. Ebenso wichtig für seine Weltklugheit waren die Reisen mit seinen Eltern, die ihn durch nahezu alle westeuropäischen Länder führten. Er sollte im Buch der Welt lesen. Durch den frühen Verlust des Vaters erbte er schon im Alter von 21 Jahren ein beträchtliches Vermögen, das ihm zeitlebens die für ihn so wichtige Freiheit und Unabhängigkeit sicherte, die er für die Entfaltung seines Genies benötigte. Dieses Erbe hat er klug verwaltet und bewahrt, ja er hat es mit Zähnen und Klauen verteidigt. Er verwechselte weder Geiz mit Sparsamkeit, noch nutzte er sein Vermögen für unnötigen Luxus. Seine Einstellung gegenüber Geld und Vermögen widerspricht eklatant dem heutigen Zeitgeist der unersättlichen Gier. Ihm war klar, dass die Erfüllung materieller Wünsche sofort die nächsten gebiert und keineswegs zum irdischen Glück beiträgt. Wir können aus seiner Philosophie schöpfen, wenn wir umsetzbare Ratschläge für unser tägliches Leben erwarten. Aus der Art und Weise, wie er für den Erhalt seines Vermögens kämpfte, vor allem aber, wie segensreich er dieses zum Wohle für die Allgemeinheit genutzt hat, können wir heute noch lernen, Nutzen ziehen und Hochachtung davor haben. Seine leidenschaftlichen Briefe in Geldangelegenheiten geben uns Einblick in seine Sorgen und Zukunftsängste; sie werfen zudem ein Licht auf seinen Charakter. von Wagner, Manfred
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Über den Autor
Dr. rer. pol. Manfred Karl Wagner, Promotion 1980, war Dozent an der Rheinischen Sparkassenakademie, Stellvertretendes Vorstandsmitglied der Stadt-Sparkasse Hilden, zuletzt Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, ist seit 2011 im Ruhestand.
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