Tumult und Erfahrung: Platon über die Natur unserer Emotionen (Beiträge zur Philosophie. Neue Folge)
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Beschreibung
Bis heute hat man die Anfänge einer philosophischen Emotionstheorie nur bis auf die aristotelische Rhetorik und Ethik zurückverfolgt. Zum ersten Mal wird der Versuch unternommen, die tumultarische Natur der Emotionen aus der Philosophie Platons herzuleiten. Das wird alle die verwundern, die immer noch in Platon allein den Ideenphilosophen sehen wollen und darüber seine politische und naturphilosophische Seite ignorieren. Die Emotionen heißen nach einem Wort Ciceros in der antiken Philosophie Affekte bzw. Pathe. Sie sind für Platon sowohl Störungen (tarache) der Wahrnehmung und des Denkens, sie sind aber auch Mit-Ursachen von Krankheiten des Körpers (Medizin) und Schlechtigkeiten der Seele (Psychologie und Ethik). Der systematische Ursprung dieser universalen Pathologie ist eine von Empedokles beeinflusste Naturphilosophie, die Platon typologisch zwischen den Gegensatzpaaren Begehren und Furcht bzw. Lust und Leid aufspannt und in seinem ganzen Werk variiert. Emotionen sind so Eigenschaften an etwas (Körper, Seele, Staat, Natur), die als Bewegungen eine eigene Dynamik haben. Sie können den Umschwung (metabole, revolutio) eines Systems mitverursachen, ihn sowohl beschleunigen als auch verlangsamen und sind insofern nicht nur bloße Wirksamkeiten, sondern auch Möglichkeiten des Guten wie des Schlechten. Dies wird an den Emotionen Begehren und Liebe, Zorn und Furcht eigens dargestellt.
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Über den Autor
- Kartoniert
- 186 Seiten
- Erschienen 2018
- J.B. Metzler
- Gebunden
- 468 Seiten
- Erschienen 1996
- Meiner, F
- Kartoniert
- 169 Seiten
- Erschienen 2012
- Meiner, F
- Leinen
- 389 Seiten
- Erschienen 2002
- Brill Deutschland GmbH
- paperback
- 160 Seiten
- Erschienen 2007
- Jovis
- Gebunden
- 496 Seiten
- Erschienen 2006
- Vandenhoeck & Ruprecht
- Kartoniert
- 157 Seiten
- Erschienen 2006
- -
-
-
-
- Erschienen 2000
- Directmedia
- Kartoniert
- 507 Seiten
- Erschienen 2013
- Suhrkamp Verlag




