1848 - Die Erfahrung der Freiheit
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Beschreibung
Die Revolution von 1848 hat einen ambivalenten Platz im deutschen Geschichtsbewußtsein. Hing ihr einerseits lange der Ruf an, eine gescheiterte Revolution zu sein, war andererseits langfristig gesehen aber die Arbeit des Frankfurter Parlaments keineswegs vergebens. Liberal-demokratische Freiheitsbewegungen waren seither nicht mehr auszulöschen, auch wenn die Durchsetzung ihrer Forderungen noch lange Zeit auf sich warten ließ. Zur im Jubiläumsjahr verstärkt aufgekommenen Diskussion liegt nun ein Sammelband vor, der im wesentlichen zwei Aufgabenfelder behandelt. Die Autoren um den FAZ-Feuilletonisten Patrick Bahners und den Mannheimer Staatsrechtslehrer Prof. Dr. Gerd Roelleke stellen in zehn Beiträgen zum einen die Alternativen dar, mit denen die Revolutionäre von 1848 konfrontiert waren. Wie sahen die Konzepte von Politik und Gesellschaft aus? In welchen Entscheidungssituationen befanden sich die Abgeordneten der Paulskirche? Zum anderen greifen die Autoren, allesamt Neuhistoriker oder Juristen, einige zentrale Bereiche der Wirkungsgeschichte heraus. Die abschließenden Kapitel befassen sich auch mit den zeitgenössischen Gegnern und bekannten Epigonen der Revolution. Abgerundet wird der Band durch ein ausführliches Personenverzeichnis und eine Zeittafel sowie durch zwanzig Abbildungen. Hundertfünfzig Jahre nach dem Zusammentritt des ersten gesamtdeutschen Parlaments zeichnet die Forschung weiterhin ein reich differenziertes Bild der Trägergeschichten und Brennpunkte des Geschehens. Die Aufsätze in diesem Sammelband schaffen hier den dringend notwendigen Überblick.
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