Die Viersäftelehre als Persönlichkeitstheorie: Zur Weiterentwicklung eines antiken Konzepts im 12. Jahrhundert
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Beschreibung
Die antiken Ärzte sahen vier Säfte als Ursachen körperlicher und seelischer Leiden an: Blut, gelbe oder rote Galle, schwarze Galle und Schleim. Im frühen 12. Jahrhundert ging man dazu über, auch das gesunde Verhalten als eine Auswirkung dieser Körpersäfte zu betrachten. Seither kann man Menschen als heitere Sanguiniker, aufbrausende Choleriker, schwermütige Melancholiker oder träge Phlegmatiker charakterisieren. Diese Innovation erlaubte es, das typische Verhalten und Handeln eines Menschen zu beschreiben und vorauszusagen, ohne auf soziale oder moralische Zuschreibungen zurückgreifen zu müssen. Erstmals ist hier in der europäischen Ideengeschichte ein klares Konzept der Persönlichkeit erkennbar. Besondere Resonanz fand es im monastischen Denken, so etwa bei Hildegard von Bingen, wo es das Verbindungsglied zwischen der Kosmologie und der Heilkunde bildet.
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Über den Autor
- Gebunden
- 480 Seiten
- Erschienen 2017
- Springer
- Kartoniert
- 143 Seiten
- Erschienen 2004
- Hogrefe Verlag
- Gebunden
- 672 Seiten
- Erschienen 2010
- Vandenhoeck & Ruprecht
- hardcover
- 400 Seiten
- Erschienen 2001
- De Gruyter
- Gebunden
- 694 Seiten
- Erschienen 2016
- W. Kohlhammer GmbH
- paperback
- 224 Seiten
- Erschienen 1978
- Teubner
- Kartoniert
- 422 Seiten
- Erschienen 2007
- Meiner, F
- Klappenbroschur
- 271 Seiten
- Erschienen 2016
- Hogrefe Verlag



