Menschliches, Allzumenschliches. Erster Band: (Neue Ausgabe 1886) (Philosophische Bibliothek)
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Beschreibung
"Menschliches, Allzumenschliches" ist ein Werk von Friedrich Nietzsche, das ursprünglich 1878 veröffentlicht wurde. Es handelt sich um eine Sammlung von Aphorismen und Reflexionen, die verschiedene Themen der menschlichen Existenz und Kultur behandeln. In diesem ersten Band setzt sich Nietzsche mit Aspekten wie Moral, Religion, Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft auseinander. Er untersucht diese Konzepte kritisch und hinterfragt traditionelle Annahmen sowie metaphysische Überzeugungen. Nietzsche strebt danach, den Einfluss überlieferter Werte zu entlarven und plädiert für eine neue Herangehensweise an das Denken, die auf Vernunft und Empirie basiert. Der Titel "Menschliches, Allzumenschliches" deutet darauf hin, dass er die menschliche Natur in all ihren Facetten erforscht – sowohl in ihrer Erhabenheit als auch in ihrer Fehlbarkeit. Das Werk markiert einen Übergang in Nietzsches Denken hin zu einem stärker rationalistischen Ansatz im Gegensatz zu seinen früheren Schriften. Die Ausgabe von 1886 enthält zusätzliche Vorworte und Kommentare des Autors, die seine philosophische Entwicklung weiter beleuchten. Claus-Artur Scheier hat möglicherweise eine neue Einführung oder Anmerkungen hinzugefügt, um den Kontext dieses klassischen Textes für zeitgenössische Leser besser verständlich zu machen.
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Über den Autor
Friedrich Nietzsche wird 1844 in Röcken in Sachsen geboren. Nach dem Studium der Philologie und Theologie in Bonn und Leipzig wird er mit 24 Jahren Professor für Klassische Philologie in Basel. Dort lernt er Richard Wagner kennen, der sein Denken zusammen mit den Schriften Schopenhauers am stärksten beeinflußt. Im Krieg 1870/71 wird Nietzsche freiwillig Krankenpfleger, kehrt aber selbst erkrankt zurück und muß sich 1879 von seinem Lehramt dispensieren lassen.Als Außenseiter unter den deutschen Philosophen des späten 19. Jahrhunderts bleibt der Philologe Nietzsche in der Philosophie Autodidakt. In seinem ersten philosophischen Werk Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (1872) entwickelt Nietzsche die These, daß in den Wagnerschen Dramen die Tragödie aus der Musik wiedergeboren wird und formuliert den Antagonismus zwischen Apollinischem und Dionysischem.Schon die Unzeitgemäßen Betrachtungen von 1876 zeigen die Entfremdung von Wagner, die Distanz zur Philosophie Schopenhauers wird mit Menschliches, Allzumenschliches offenbar. Nietzsche wählt die Unabgeschlossenheit der aphoristischen Form, die für ihn zu einem neuen "Denkstil für freie Geister" paßt. Während des immer stärkeren Rückzugs in die Einsamkeit bereitet Nietzsche die Neuausgaben seiner Werke vor, für die er neue Vorreden schreibt, die als Selbstinterpretationen gelesen werden können. In den Jahren ab 1883 erscheinen die zentralen philosophischen Dichtungen des Spätwerks Also sprach Zarathustra, Jenseits von Gut und Böse oder Ecce homo. 1889 erleidet Nietzsche in Turin den endgültigen geistigen Zusammenbruch und wird in eine Nervenheilanstalt eingeliefert. In zunehmender geistiger Umnachtung verbringt er seine letzten Lebensjahre in der Pflege seiner Mutter und seiner Schwester. Nietzsche stirbt 1900 in Weimar.
- Kartoniert
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