Lob des Schattens: Entwurf einer japanischen Ästhetik - Übersetzt von Eduard Klopfenstein
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Beschreibung
"Lob des Schattens: Entwurf einer japanischen Ästhetik" ist ein Essay des japanischen Autors Jun'ichirō Tanizaki, der die ästhetischen Prinzipien und kulturellen Unterschiede zwischen dem Westen und Japan beleuchtet. Tanizaki untersucht die Bedeutung von Schatten, Dunkelheit und subtilen Nuancen in der traditionellen japanischen Kunst, Architektur und Alltagskultur. Er argumentiert, dass im Gegensatz zur westlichen Vorliebe für Helligkeit und Transparenz, die japanische Ästhetik den Reiz des Verborgenen und Unvollkommenen schätzt. Durch seine Betrachtungen bietet Tanizaki eine tiefere Einsicht in die Werte und Schönheitsideale Japans, wobei er traditionelle Elemente wie Häuser, Lackwaren und Papierlampen als Beispiele heranzieht. Die Übersetzung von Eduard Klopfenstein macht dieses Werk einem deutschsprachigen Publikum zugänglich und bewahrt dabei die poetische Eleganz von Tanizakis Prosa.
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Über den Autor
Tanizaki Jun'ichiro (1886-1965) wurde in Tokio geboren. Beide Eltern stammten aus alten Kaufmannsfamilien. Der hochbegabte Jun'ichiro, der schon in der Schule durch stilistische Glanzleistungen Aufsehen erregt hatte, studierte in Tokio englische und japanische Literatur. Er verließ die Universität jedoch ohne Abschluss und entschied sich für die Schriftstellerlaufbahn. Beeinflusst von Oscar Wilde, Edgar Allan Poe, Charles Baudelaire und seinem Lehrer Nagai Kafu nahm er von Anfang an einen antinaturalistischen Standpunkt ein und wurde zum Bannerträger des Ästhetizismus. Sein Hauptthema ist die Suche nach Schönheit und nach einer oft übersteigerten, sich am Rande des Abartigen bewegenden Sinnlichkeit und Erotik.1923 zog er in das Gebiet von Kyoto-Osaka und wandte sich vermehrt der traditionellen Kultur zu. Sein Hauptwerk, der umfangreiche Familien- und Gesellschaftsroman «Sasame yuki» («Feiner Schnee»), entstand 1943-1948. Tanizaki schreibt eine breit angelegte, kraftvolle, präzise Prosa. Der lange Essay «In'ei raisan» («Lob des Schattens», 1933) ist ein Schlüsselwerk für Tanizakis Ästhetik, zeugt sowohl von seinem ausgeprägten Sensualismus wie für seine Hinwendung zur Tradition und reflektiert in einzigartiger Weise die Situation des Umbruchs, die Spannung zwischen Alt und Neu, zwischen Ost und West, in der sich Japan in den dreißiger Jahren befand und noch heute befindet.
- Gebundene Ausgabe -
- Erschienen 1996
- Berlin. Verlag Klaus Wagenb...
- paperback -
- Erschienen 1993
- Reclam
- Kartoniert
- 88 Seiten
- Erschienen 2005
- Reclam, Philipp, jun. GmbH,...
- Kartoniert
- 280 Seiten
- Erschienen 2018
- Verlag Hermann Schmidt
- hardcover
- 311 Seiten
- Erschienen 1990
- Leipzig : Seemann,




