Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie I (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
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Beschreibung
„Anti-Ödipus: Kapitalismus und Schizophrenie I“ ist ein philosophisches Werk von Gilles Deleuze und Félix Guattari, das in der deutschen Ausgabe von Bernd Schwibs herausgegeben wurde. Das Buch ist der erste Teil einer zweiteiligen Reihe, die sich mit der Verbindung zwischen psychoanalytischen Konzepten und gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzt. In „Anti-Ödipus“ kritisieren Deleuze und Guattari die traditionelle Psychoanalyse, insbesondere das Ödipus-Komplex-Modell von Sigmund Freud. Sie argumentieren, dass dieses Modell nicht ausreicht, um die komplexen Dynamiken des menschlichen Begehrens zu erklären. Stattdessen führen sie das Konzept des „Schizo-Analyse“ ein, das den freien Fluss des Begehrens ohne Einschränkungen durch gesellschaftliche Normen oder familiäre Strukturen betont. Ein zentraler Aspekt des Buches ist die Analyse der Beziehung zwischen Kapitalismus und Schizophrenie. Die Autoren sehen den Kapitalismus als ein System, das ständig Grenzen überschreitet und neu definiert, ähnlich wie schizophrene Prozesse im Geist funktionieren. Sie schlagen vor, dass diese Dynamiken genutzt werden können, um neue Formen des Denkens und Seins zu entwickeln. Das Werk ist bekannt für seinen dichten theoretischen Stil und seine interdisziplinäre Herangehensweise, indem es Philosophie, Psychoanalyse, Politikwissenschaft und Wirtschaftstheorie miteinander verbindet. Es hat einen bedeutenden Einfluss auf verschiedene Bereiche wie kritische Theorie, Kulturwissenschaften und poststrukturalistische Philosophie ausgeübt.
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Über den Autor
Gilles Deleuze wurde am 18. Januar 1925 in Paris geboren und starb am 4. November 1995 ebenda. Er verbrachte fast die gesamte Zeit seines Lebens in Paris. Während des Zweiten Weltkriegs besuchte er das Lycée Carnot sowie für ein Jahr die Eliteschule Henri IV. Deleuze studierte von 1944 bis 1948 Philosophie an der Sorbonne. Während der 1950er Jahre lehrte Deleuze an verschiedenen Gymnasien. 1957 trat er eine Stelle an der Sorbonne an. Er hatte bereits sein erstes Buch über David Hume veröffentlicht. Deleuze beschäftigte sich insbesondere mit der Kritik am Rationalismus und der Wesenslehre. Von 1960 bis 1964 hatte Deleuze eine Anstellung am Centre national de la recherche scientifique. Während dieser Zeit beschäftigte er sich mit Nietzsche und Henri Bergson und veröffentlichte Nietzsche und die Philosophie. Er schloss eine enge Freundschaft mit Michel Foucault und gab mit ihm zusammen die kritische Gesamtausgabe von Friedrich Nietzsche heraus. Von 1964 bis 1969 war er Professor an der Universität von Lyon. Im Jahr des Pariser Mai 1968 reichte er seine Dissertation Differenz und Wiederholung und seine Zweitthese Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie ein. Nachträglich wurden diese Arbeiten als erste und fruchtbarste Versuche erkannt, die Studentenrevolte philosophisch zu begreifen. Von 1969 bis 1987 war er Dozent an der Reformuniversität Paris VIII. Wegen einer schweren Atemwegserkrankung, an der Deleuze seit Jahrzehnten gelitten hatte, beging er am 4. November 1995 Selbstmord.
- Kartoniert
- 329 Seiten
- Erschienen 2020
- Suhrkamp Verlag
- Klappenbroschur
- 236 Seiten
- Erschienen 2020
- FISCHER Taschenbuch
- paperback
- 242 Seiten
- Erschienen 2008
- Psychosozial-Verlag
- Klappenbroschur
- 106 Seiten
- Erschienen 2011
- Klett-Cotta
- Hardcover
- 166 Seiten
- Erschienen 2016
- VSA
- Kartoniert
- 287 Seiten
- Erschienen 2014
- VSA
- Kartoniert
- 797 Seiten
- Erschienen 2014
- Heyne Verlag
- paperback
- 90 Seiten
- Erschienen 2016
- EWK Verlag
- Kartoniert
- 336 Seiten
- Erschienen 2011
- Diogenes
- Kartoniert
- 518 Seiten
- Erschienen 2013
- Suhrkamp Verlag
- paperback -
- Erschienen 1982
- Rowohlt Taschenbuch




