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Die Sixtinische Decke - warum Michelangelo malen durfte, was er wollte

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Kurzinformation
Sprache:
Deutsch
ISBN:
3487152290
Seitenzahl:
354
Auflage:
-
Erschienen:
2015-10-01
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Beschreibung

Die Sixtinische Decke - warum Michelangelo malen durfte, was er wollte

Michelangelos Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle zählt zu den bedeutendsten Werken der europäischen Kunstgeschichte. Goethes vielzitierter Satz, "Ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag", gilt auch heute. Die kunsthistorischen Interpretationen, die sich mit diesem Werk auseinandergesetzt haben, sind inzwischen unüberschaubar. Auffällig ist, wie häufig dabei philosophische Theorien oder theologische Konzepte an Michelangelos Darstellungen herangetragen wurden, ohne zu beachten, ob seine bildlichen Formulierungen mit den unterstellten Prämissen übereinstimmen. Dass ein vorurteilsfreier und genauer Blick auf Michelangelos Meisterwerk auch heute ergiebig ist und neuen Erkenntnissen Raum geben kann, beweist die vorliegende Untersuchung.Michelangelos Darstellung der Schöpfungsakte als machtvolle körperliche Aktionen steht in eklatantem Widerspruch zum christlichen Glauben, wonach die Schöpfung aus dem Wort Gottes erfolgte. Der Künstler ließ sich aber nicht von häretischen Vorstellungen leiten. Ihm ging es vielmehr darum, den philosophischen und theologischen Bestrebungen seiner Zeit eine kategorische Absage zu erteilen, die den Menschen als fähig ansahen, in der Selbstvervollkommnung gottgleich werden zu können. Michelangelo stellte deshalb Gott in überwältigender Allmacht dar, so daß er kein Ziel hochgreifender menschlicher Ambitionen sein kann. Jede derartige Bemühung hielt Michelangelo, von Jugend an ein Gefolgsmann Savonarolas, aus christlicher Sicht für sündhaft. Deshalb räumte er auch - ganz unzeitgemäß - dem Sündenfall einen Platz in der Mitte der Sixtinischen Decke ein. In Papst Julius II. fand er volle Unterstützung für sein Projekt.***************Michelangelo's ceiling paintings in the Sistine Chapel are among the most significant works in European cultural history. Goethe's much-quoted statement that, "Until you have seen the Sistine Chapel, you can form no adequate conception of what man is capable of accomplishing," remains true today. The range of art-historical interpretations of this work is vast. It is notable how often these attach philosophical theories or theological concepts to Michelangelo's depictions without taking into account whether his visual formulations fit these assumptions. The present study proves that an unprejudiced and exact look at Michelangelo's masterpiece can still be worthwhile today and can yield new insights.Michelangelo's depiction of the creation as a powerful physical act is in striking contrast to the Christian faith which describes the creation as the result of God's word. However, the artist was not influenced by heretical ideas. He was seeking instead to present a categorical denial of the contemporary philosophical and theological theories that saw mankind as capable of becoming godlike through self-perfection. Therefore Michelangelo depicts a God of overwhelming omnipotence who cannot be the goal of overreaching human ambition, which Michelangelo, a follower of Savonarola since his youth, believed to be sinful. For the same reason he made space in the centre of the Sistine ceiling - also out of keeping with the times - for the Fall of Man. In Pope Julius II he found full support for his project. von Herzner, Volker

Produktdetails

Einband:
Gebunden
Seitenzahl:
354
Erschienen:
2015-10-01
Sprache:
Deutsch
EAN:
9783487152295
ISBN:
3487152290
Gewicht:
988 g
Auflage:
-
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