Der schwäbische Zar
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Beschreibung
Mit Württembergs erstem König ist die Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts hart ins Gericht gegangen. Er galt als ihr Prototyp eines kleinstaatlichen Despoten. Ihm wurde vorgeworfen, sich während seiner neunzehnjährigen Regierungszeit als brutaler Opportunist, ja als Machiavellist reinsten Wassers gebärdet zu haben. Paul Sauer versucht, König Friedrich möglichst unvoreingenommen zu beurteilen. Er weist darauf hin, daß Friedrich durch das Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus geprägt war, daß er bei Friedrich dem Großen und Katharina der Großen das politische Handwerk erlernt hatte und daß auch der Herrschaftsstil Napoleons nicht ohne Einfluß auf ihn geblieben ist. Der Neffe Carl Eugens war 1797 im Alter von 43 Jahren Herzog von Württemberg geworden. Seit 1803 Kurfürst, wurde er 1805 zu einem Bündnis mit Frankreich gezwungen, das zwar Württemberg Napoleon politisch und militärisch auslieferte, ihm aber auch eine beträchtliche Vermehrung seines Gebietesund Friedrich die Königskrone einbrachte. Im Herbst 1813 konnte er sich von Napoleon lösen, dessen Bruder Jerome 1807 Friedrichs Tochter Katharina geheiratet hatte. Ein Jahr vor seinem Tode, auf dem Wiener Kongreß von 1815, gelang es dem König, einem Onkel des russischen Zaren Alexander I., seine Stellung zu festigen. Im selben Jahr versuchte er Württemberg eine Verfassung zu geben, die auf beinahe einmütige Ablehnung stieß, obwohl durch sie moderne Grundsätze wie die Rechtsgleichheit der Untertanen verwirklicht werden sollten. Dem Volk blieb nicht nur die Selbstherrlichkeit, sondern auch die enorme Leibesfülle des "schwäbischen Zaren" im Gedächtnis. "
Produktdetails
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Über den Autor
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