Die Kraft des Exempels: Eine kantische Perspektive auf das Problem der Supererogation (Quellen und Studien zur Philosophie, 141, Band 141)
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Beschreibung
Es ist ein verbreitetes Phänomen unserer moralischen Urteilspraxis, dass wir herausragende moralische Handlungen bisweilen als moralisch wertvoll und dennoch nicht als moralisch geboten beurteilen, d.i. als supererogatorisch. Für die kantische Ethik stellt diese Beobachtung eine Herausforderung dar. Nicht nur verfügt sie nicht über eine Kategorie der Supererogation, vielmehr scheinen die wenigen Stellen, an denen sich Kant explizit mit moralisch herausragendem Handeln befasst, auf den ersten Blick dafür zu sprechen, dass eine solche Urteilspraxis schlicht als fehlerhaft zurückzuweisen ist. Dagegen arbeitet die Studie heraus, dass die kantische Ethik einen theoretischen Rahmen für eine nuancierte moralpsychologische Analyse dieser Praxis bietet: Moralisch herausragende Handlungen als supererogatorisch zu betrachten erweist sich demnach einerseits als vielschichtige Gefährdung der eigenen Moralität, andererseits vermag das gute Exempel anderer unter bestimmten Bedingungen durchaus zur Beförderung der eigenen Moralität beizutragen. Die Studie trägt zu einem differenzierteren Verständnis der kantischen Ethik bei und weist eine genuin kantische Perspektive auf Supererogation als systematisch anschlussfähig an aktuelle Debatten aus.
Produktdetails
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Über den Autor
- Gebunden
- 308 Seiten
- Erschienen 2012
- De Gruyter
- Kartoniert
- 227 Seiten
- Erschienen 2017
- Metropolis
- Gebunden
- 209 Seiten
- Erschienen 2020
- De Gruyter



