Ursprünge der ILO
Kurzinformation
inkl. MwSt. Versandinformationen
Artikel zZt. nicht lieferbar
Artikel zZt. nicht lieferbar

Beschreibung
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs waren die Hoffnungen auf die Schaffung einer neuen Ordnung groß. Was der Völkerbund in Bezug auf Friedenssicherung versprach, sollte auf sozialem Gebiet die verbindliche Durchsetzung internationaler Sozialstandards durch die neu geschaffene Internationale Arbeitsorganisation (englisch abgekürzt: ILO) sicherstellen. Damit wollten die Siegermächte zum einen eine Gegenleistung für die Unterstützung der Kriegsführung durch die meisten Gewerkschaftsführungen gewähren. Zum anderen war es nach Kriegsende angesichts der revolutionären Bewegungen offensichtlich, dass aus sozialen Krisen kriegerische Konflikte entstehen konnten. Auf gewerkschaftlicher Seite knüpfte man hohe Erwartungen an diese Situation: Eine Art internationales sozialpolitisches Parlament sollte weitgehend autonom gestalten und zahlreiche Maßnahmen, angefangen beim Acht-Stunden-Tag, verbindlich durchsetzen. Doch so weit waren die Siegermächte nicht bereit zu gehen. Dies wurde schon bei der Ausarbeitung der Grundlagen der neuen Organisation sichergestellt, bei der Gewerkschaftsvertreter nur eine zweite Rolle spielen konnten. Zudem waren sie in ihren Vorstellungen - zwischen europäischen und amerikanischen Vertretern - gespalten. Mit großen Bedenken entschied sich der Internationale Gewerkschaftsbund schließlich für die Mitarbeit. Als dominierender Teil der Arbeitergruppe, einer der drei Säulen (neben Regierungen und Arbeitgebern), auf denen die ILO aufgebaut wurde, musste er aber von Beginn an für die Allumfassendheit und Verbindlichkeit neuer Sozialstandards einen mühsamen und langwierigen Kampf führen. von Tosstorff, Reiner
Produktdetails
So garantieren wir Dir zu jeder Zeit Premiumqualität.
Über den Autor
Reiner Tosstorff ist apl. Professor für Neueste und Zeitgeschichte am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung (Gewerkschaften, Kommunismus) und spanische Sozialgeschichte.
- Kartoniert
- 601 Seiten
- Erschienen 2022
- C.H.Beck
- Kartoniert
- 804 Seiten
- Erschienen 2015
- C.H.Beck
- Gebunden
- 688 Seiten
- Erschienen 2016
- C.H.Beck
- Kartoniert
- 578 Seiten
- Erschienen 2019
- Vahlen
- Gebunden
- 225 Seiten
- Erschienen 2019
- Westfälisches Dampfboot
- paperback
- 277 Seiten
- Erschienen 2010
- Erich Schmidt Verlag
- hardcover
- 1100 Seiten
- Erschienen 2025
- Walhalla Fachverlag
- Gebunden
- 2421 Seiten
- Erschienen 2020
- Vahlen
- paperback
- 400 Seiten
- Erschienen 2007
- Oecd Publishing
- Gebunden
- 3042 Seiten
- Erschienen 2021
- C.H.Beck
- paperback
- 1121 Seiten
- Erschienen 2024
- beck im dtv
- hardcover
- 192 Seiten
- Erschienen 2007
- VSA
- paperback
- 1172 Seiten
- Erschienen 2024
- Linde Verlag Ges.m.b.H.




