Die Neurologie in Berlin 1840–1945: Aufstieg und Niedergang
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Beschreibung
„Die Neurologie in Berlin 1840–1945: Aufstieg und Niedergang“ von Roland Schiffter untersucht die Entwicklung der Neurologie in Berlin während eines kritischen Jahrhunderts, das von tiefgreifenden gesellschaftlichen und politischen Veränderungen geprägt war. Das Buch beleuchtet den Aufstieg Berlins zu einem führenden Zentrum der neurologischen Forschung und Praxis im 19. Jahrhundert, angetrieben durch bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen und bedeutende Persönlichkeiten der Medizin. Schiffter beschreibt die Blütezeit der Berliner Neurologie, als innovative Kliniken und Forschungsinstitute gegründet wurden, die international anerkannt waren. Gleichzeitig wird auch auf die Herausforderungen eingegangen, denen sich die Disziplin gegenübersah, insbesondere während des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik. Ein zentraler Teil des Buches widmet sich dem Niedergang während der NS-Zeit, als viele jüdische Ärzte und Wissenschaftler verfolgt oder zur Emigration gezwungen wurden. Diese politische Verfolgung führte zu einem erheblichen Verlust an Wissen und Expertise in der Berliner Neurologieszene. Durch eine detaillierte Analyse von Archivmaterialien vermittelt Schiffter ein umfassendes Bild dieser dynamischen Epoche in der Geschichte der Neurologie.
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Über den Autor
geboren 1938 in Lübeck, Medizinstudium in Marburg, Münster, Berlin und Hamburg. Nach Approbation und Dissertation Weiterbildung in Neurochirurgie, Psychiatrie, Neuropathologie und Neurologie an der Neurologischen Klinik und Poliklinik der FU Berlin, dort auch Habilitation in Neurologie sowie apl. Professur. Wissenschaftliche Schwerpunkte: Strahlenschäden des zentralen und peripheren Nervensystems und Basalganglien-Erkrankungen sowie Geschichte der Neurologie. Chefarzt an der Neurologischen Klinik der Städtischen Kliniken Kassel und der Neurologischen Abteilung der Schlossparkklinik Berlin. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde (DGGN, 2008-2012) und Mitherausgeber ihrer Schriftenreihe.
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