Rusudan - Königin von Georgien
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Beschreibung
Als die schöne junge Rusudan, die Tochter der großen Königin Tamar, nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders Lascharela in Tbilisi mit der Krone der Bagratiden gekrönt wird, ahnen nur wenige, dass dies der letzte glanzvolle Höhepunkt einer ruhmreichen Epoche ist, in der Georgien zur führenden Macht des Vorderen Orients aufstieg. Noch ist die militärische Stärke des christlichen Königreichs ungebrochen, noch kann man die islamischen Vasallenstaaten zum Gehorsam zwingen, noch blühen Handel und Handwerk, Kunst und Wissenschaft. Doch der innere Verfall schreitet fort, begünstigt durch die Selbstsucht und Sorglosigkeit der georgischen Fürsten, Wesire und hohen Priester. - Wenige Jahre später stehen Tbilisis prachtvolle Paläste und Kirchen in Flammen, die Truppen des Sultans von Choresm überfluten plündernd und mordend die unglückliche Stadt, und der Königin bleibt nur die Flucht über das Lichi-Gebirge nach Westgeorgien. Den Choresmiern aber folgen, unaufhaltsam wie ein Orkan, das Gesicht des Morgen- wie des Abendlandes verändernd, die Reiterheere des Dschingis-Khan, und über Georgien senkt sich die lange Nacht der mongolischen Fremdherrschaft. von Abaschidse, Grigol
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Über den Autor
Grigol Abaschidse (engl. Abashidze) hat mit Vorliebe Themen aus der georgischen Geschichte bearbeitet. Der 1914 in Sedargani geborene und 1994 in Tbilisi verstorbene Verfasser, der nach dem Studium in Tbilisi und Moskau als Redakteur die Zeitschriften "Niangi" (Krokodil), "Droscha" (Fahne) und "Mnatobi" (Gestirn) gestaltete und seit 1967 als Vorsitzender des "Georgischen Schriftstellerverbandes" wirkte, fühlte sich anfangs besonders der Lyrik verbunden ("Goldener Weinberg", "Tao"), wandte sich aber später auch der Epik zu, wo er vielfach geschichtliche Stoffe literarisch formte. Gerade das Auftauchen der Mongolen in Georgien, das Ende der Blütezeit des georgischen Hochfeudalismus und der Kampf des georgischen Volkes gegen die Eroberer, die den Hintergrund für seine historischen Romane bilden und mit er sich einen Namen als Prosaschriftsteller erwarb, haben in der georgischen Literatur ihre künstlerische Wiedergabe gefunden.
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