Recht und Gewalt
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Beschreibung
Wie ist eine Kritik des Rechts überhaupt möglich? Die Ausübung von Gewalt gehört zum Begriff des Rechts: Es gibt kein Recht, das sein Ziel der Gewaltüberwindung nicht auf Gewaltanwendung stützte. Dies scheint eine triviale Feststellung, wenn man sie so versteht, dass die Gewalt das "letzte Mittel" des Rechts sei. Dem Versuch einer solchen rechtlichen Legitimation der Gewalt widerspricht die These von der Gewalt der rechtlichen Legitimation: Die Gewalt ist nicht ein Mittel, sondern das Schicksal des Rechts - das Schicksal, die Gewalt unendlich wiederholen zu müssen, dem das Recht seine Einsetzung verdankt. Christoph Menke entwickelt diese Gegenthese anhand von Einsichten der Literatur ins Recht (Aischylos, Kleist, Heiner Müller), die, so der Autor, denen der Philosophie voraus ist. Sein Essay zielt auf den Nachweis, dass die Gewalt des Rechts in der politischen Prozedur steckt, die das rechtliche Urteilen legitimiert; er legt die untergründig wirksame Logik frei, die die Ebene der Berechtigung rechtlicher Urteile mit der körperlich-seelischen Ebene ihrer gewaltsamen Durchsetzung innerlich verbindet. Die Gewalt des Rechts und das Recht des Rechts sind einander nicht äußerlich; sie sind auf paradoxe Weise verklammert. Der erste Teil des Essays erläutert diesen Gedanken durch eine Rekonstruktion des "kratischen" Verhältnisses zum Nichtrechtlichen, das dem Recht von Anfang an eingeschrieben ist. Dieses Gewaltverhältnis findet nicht im autoritären, sondern im autonomen Recht, das in der Freiheit des Subjekts gründet, seinen reinsten Ausdruck. Der zweite Teil versucht sodann, die Lücke in der Einheit von Recht und Gewalt, von Normativität und Schicksal zu finden. Dazu wird Benjamins Idee einer "Entsetzung des Rechts" als das Programm einer Selbstreflexion des Rechts erläutert. von Menke, Christoph
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Über den Autor
Christoph Menke ist Professor für Philosophie am Institut für Philosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
- Kartoniert
- 688 Seiten
- Erschienen 2012
- Suhrkamp Verlag
- Gebunden
- 493 Seiten
- Erschienen 2020
- C.H.Beck
- Hardcover
- 416 Seiten
- Erschienen 2012
- Heyne Verlag
- paperback
- 362 Seiten
- Erschienen 2010
- Alpmann und Schmidt
- hardcover
- 272 Seiten
- Erschienen 2015
- S. FISCHER
- perfect -
- Erschienen 2004
- Herder
- hardcover
- 313 Seiten
- Erschienen 2016
- Harvard University Press
- Kartoniert
- 511 Seiten
- Erschienen 2020
- W. Kohlhammer GmbH
- Kartoniert
- 240 Seiten
- Erschienen 1998
- Diogenes Verlag
- paperback
- 465 Seiten
- Erschienen 2014
- C.H.Beck
- Taschenbuch
- 180 Seiten
- Erschienen 2020
- Logos Berlin
- Kartoniert
- 325 Seiten
- Erschienen 2023
- Nomos
- Kartoniert
- 255 Seiten
- Erschienen 2020
- Verlag J.H.W. Dietz Nachf. ...




