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Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund

Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund

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Kurzinformation

Sprache:
Deutsch
ISBN:
3939856916
Seitenzahl:
261
Auflage:
-
Erschienen:
2011-11-01
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Beschreibung

Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund
Sagen aus dem Tal der Weißen Elster

Diese Sagensammlung des bekannten vogtländischen Sagenforschers Rudolf Schramm zeichnet sich dadurch aus, daß versucht wird, die jeweiligen Überlieferungen aus dem mittleren Elstertal in der näheren Umgebung der Stadt Greiz in historische, volkskundliche, naturwissenschaftliche und andere Zusammenhänge zu stellen und somit den Leser zusätzliche Informationen zu vermitteln. Dabei hat Schramm die hier aufgenommenen Sagen nicht allein älterer gedruckter Literatur entnommen, sondern auch rein mündlich-gedächtnismäßig überlieferte Texte in die Auswahl einbezogen und dabei eigene Aufzeichnungen als auch die ihm bekannter Heimatfreunde genutzt. Durch seine behutsame Neuerzählung, ohne Veränderung der Aussage und des Gehalts, erreicht der Autor, daß sich auch der heutige Leser angesprochen fühlt. - Die Illustrationen von Friedrich Degenkolb gehen zum Teil über den Rahmen einer rein bildlichen Abbildung des Geschehens in den jeweiligen Texten hinaus und unterstreichen einfühlsam die Stimmung und den Reiz der Sagen. Ein Ortsverzeichnis mit einer Übersichtskarte und ein Quellennachweis, der auch Archivalien einschließt, stehen dem Leser zur schnellen und sachkundigen Orientierung zur Verfügung. von Schramm, Rudolf

Produktdetails

Einband:
Gebunden
Seitenzahl:
261
Erschienen:
2011-11-01
Sprache:
Deutsch
EAN:
9783939856917
ISBN:
3939856916
Gewicht:
534 g
Auflage:
-
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Über den Autor

Das Weiße Elster und ihr Nebenfluß Göltzsch einstmals Gold mit sich führten, wußten vor längst vergangenen Zeiten findige Männer, die meist von weither aus Italien oder Österreich kamen, um im Bett der Flüsse nach Goldkörnern oder im goldhaltigen Gestein der Berge zu suchen. Sie betrieben ihre Wasch- und Schürfarbeit mit großer Heimlichkeit und hielten sich mit ihren Schätzen in Uferhöhlen der Flüsse versteckt ... - Diese Zeilen sind keine Aufforderung zur Suche nach verborgenen Schätzen, sondern dies ist ein Auszug aus dem Buch Venetianersagen, daß der weitbekannte Sagenforscher Rudolf Schramm veröffentlicht hat. Kurz vor dem Weihnachtsfest des Jahres 1990 ist er, der sich wie kein Zweiter um den Sagenschatz der vogtländischen Heimat verdient gemacht hat, im 89. Lebensjahr verstorben. - Liest man seine heimat- und regionalgeschichtlichen Sammlungen, so wird einem sehr schnell deutlich, daß der Autor schon in seiner Kindheit die Faszination von erzählter Historie und überlieferten phantastischen Ereignissen erfahren haben muß. Damals konnte er jedoch nicht ahnen, daß die Geschichten, die ihm seine Großeltern und Eltern erzählten, später als Grundstock dienen sollten für sein schriftstellerisches Werk. - Zwischen seiner Kindheit und der ersten Publikation liegen lange, entbehrungsreiche Jahre. Da man schon in seiner Jugend auf seine naturwissenschaftliche und geschichtliche Begabung aufmerksam wurde, schien der Besuch des Greizer Lehrerseminars folgerichtig. Nach dem Verlassen dieser Bildungsstätte erwarb er sich durch seine Aufrichtigkeit und sein Einfühlungsvermögen bei den Schülern einen guten Ruf als Pädagoge. Während seiner Lehrertätigkeit in Großfurra im Harz lernte er seine treue Weggefährtin Käthe Schmidt kennen und lieben. Nach der Trauung in der Kirche von Greiz-Aubachtal war Rudolf Schramm in verschiedenen Schulen seines Heimatortes Greiz tätig. Die Vermittlung des erworbenen Wissens, die Weitergabe von naturkundlichen und historischen Erkenntnissen, war die Berufung, die sein Leben ausfüllte. Sie wurde unterbrochen durch seine Soldatenzeit im 2. Weltkrieg. 1946 kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Den neuen Herren war seine frühere Lehrertätigkeit bekannt und sie vermittelten ihn an die Schule Greiz-Irchwitz. Über seine Weigerung, in die SED einzutreten, war man verwundert, nahm diese Entscheidung aber stillschweigend hin. - Neben dem Schulunterricht wandte sich Rudolf Schramm in immer stärkerem Maße der Heimatforschung zu. In den Veröffentlichungen, die von ihm in Zeitungen und Zeitschriften erschienen und in denen vorrangig geschichtliche Themen der Greizer Region aufgegriffen wurden, beharrte der Autor auf wahrheitlicher, nicht durch agitatorisches Scheinwissen getrübter, Berichterstattung. Die Folge seiner Einstellung war, daß ihm jegliches Publizieren von den öffentlichen Organen schwer gemacht wurde. Rudolf Schramm galt fortan als unbequem und verdächtig, weil er unermüdlich weiter der Wahrheit auf der Spur war und seine diesbezüglichen Gedanken zu Papier brachte. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, aus dem Treibsand des Alltags, aus den genehmigten geschichtlichen Fakten, die literarischen Goldkörner - sagenhafte Erzählungen - herauszuwaschen. Im Verborgenen stellte er das an langen Abenden erarbeitete Manuskript für zwei Sagenbände zusammen. Er betrieb seine Wasch- und Schürfarbeit mit großer Heimlichkeit und hielt sich mit (seinen) Schätzen ... versteckt. - Die Jahre anstrengender Wasch- und Schürfarbeit gingen dahin. Zu seiner eigenen Überraschung kam ein Angebot vom damaligen Kulturbund Greiz, die Sammlung in drei Broschüren herauszubringen. In der Tat erschienen Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund Sagen und sagenhafte Erzählungen des mittleren Elstertales aus den Kreisen Greiz und Zeulenroda (1981); Die Mühle unter der Teufelskanzel Volkssagen, seltsame Begebenheiten und lustige Geschichten des mittleren Elstertales, vorwiegend aus den Kreisen Gera-Stadt, Gera-Land, Greiz und Zeulenroda (1982) und Das Liebschwitzer Ranzenmännchen Volkssagen und sagenhafte Erzählungen des mittleren Elstertales, vorwiegend aus den Kreisen Gera-Stadt und Gera-Land (1984), die bereits kurz nach ihrem Erscheinen einen breiten Leserkreis fanden. Diese Herausgabe war für ihn ein hoffnungsvoller Schritt in Richtung Anerkennung seiner schöpferischen Leistungen. Jedoch war der Autor nicht über Nacht rehabilitiert worden, wie man vermuten könnte. Zu den zusammengestellten Sagen fehlten teilweise die Kommentare des Verfassers, die den jeweiligen Stoff in einen gültigen kulturgeschichtlichen und volkskundlichen Zusammenhang gestellt hätten. Erst in den Nachauflagen gelang es, die genauen Recherchen beizuordnen und dadurch die kulturelle Identität der ostthüringischen Region bei den Lesern zu vertiefen. Der Alp, der Trut, der Huckauf, die Windsbraut, die Roggenmutter, der Bilwenschnitter, der Wilde Jäger, Nixe und Wassermann und viele andere Sagengestalten erblickten das Licht, der Autor aber blieb bescheiden im Dunkel. - Nach dem tragischen Tod seiner Frau im Jahre 1982 schienen seine Lebenskräfte gebrochen. Was sollte dieses einsame Dasein noch für ihn bereithalten? Er war 80 Jahre, und alles schien für ihn seinen eigentlichen Sinn und seine Bedeutung verloren zu haben. Aber richtig, da waren ja noch der Getreue Eckart, der Pumphut und andere Zaubermänner, und da waren die vielen anderen geheimnisvollen Figuren, die noch im Verborgenen auf ihre Wiederentdeckung warteten. Noch einmal machte sich Rudolf Schramm als hochbetagter Mann ans Werk. Er fuhr über Land, blätterte in Chroniken und Archiven, war Leser in verschiedenen Bibliotheken, ließ sich Geschichten erzählen von Leuten, die er traf, zeichnete diese auf, verglich sie mit anderen Sagen und stellte nochmals neue Manuskripte zusammen. Seine Bücher Von Kirchen, Klöstern und Kapellen Sagen aus dem Gebiet zwischen Saale und mittlerer Weißer Elster (Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Berlar die Berufung, die sein Leben ausfüllte. Sie wurde unterbrochen durch seine Soldatenzeit im 2. Weltkrieg. 1946 kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Den neuen Herren war seine frühere Lehrertätigkeit bekannt und sie vermittelten ihn an die Schule Greiz-Irchwitz. Über seine Weigerung, in die SED einzutreten, war man verwundert, nahm diese Entscheidung aber stillschweigend hin. - Neben dem Schulunterricht wandte sich Rudolf Schramm in immer stärkerem Maße der Heimatforschung zu. In den Veröffentlichungen, die von ihm in Zeitungen und Zeitschriften erschienen und in denen vorrangig geschichtliche Themen der Greizer Region aufgegriffen wurden, beharrte der Autor auf wahrheitlicher, nicht durch agitatorisches Scheinwissen getrübter, Berichterstattung. Die Folge seiner Einstellung war, daß ihm jegliches Publizieren von den öffentlichen Organen schwer gemacht wurde. Rudolf Schramm galt fortan als unbequem und verdächtig, weil er unermüdlich weiter der Wahrheit auf der Spur war und seine diesbezüglichen Gedanken zu Papier brachte. Dies hielt ihn jedoch nicht davon ab, aus dem Treibsand des Alltags, aus den genehmigten geschichtlichen Fakten, die literarischen Goldkörner - sagenhafte Erzählungen - herauszuwaschen. Im Verborgenen stellte er das an langen Abenden erarbeitete Manuskript für zwei Sagenbände zusammen. Er betrieb seine Wasch- und Schürfarbeit mit großer Heimlichkeit und hielt sich mit (seinen) Schätzen ... versteckt. - Die Jahre anstrengender Wasch- und Schürfarbeit gingen dahin. Zu seiner eigenen Überraschung kam ein Angebot vom damaligen Kulturbund Greiz, die Sammlung in drei Broschüren herauszubringen. In der Tat erschienen Die Wunderblumen vom Röschnitzgrund Sagen und sagenhafte Erzählungen des mittleren Elstertales aus den Kreisen Greiz und Zeulenroda (1981); Die Mühle unter der Teufelskanzel Volkssagen, seltsame Begebenheiten und lustige Geschichten des mittleren Elstertales, vorwiegend aus den Kreisen Gera-Stadt, Gera-Land, Greiz und Zeulenroda (1982) und Das Liebschwitzer Ranzenmännchen Volkssagen und sagenhafte Erzählungen des mittleren Elstertales, vorwiegend aus den Kreisen Gera-Stadt und Gera-Land (1984), die bereits kurz nach ihrem Erscheinen einen breiten Leserkreis fanden. Diese Herausgabe war für ihn ein hoffnungsvoller Schritt in Richtung Anerkennung seiner schöpferischen Leistungen. Jedoch war der Autor nicht über Nacht rehabilitiert worden, wie man vermuten könnte. Zu den zusammengestellten Sagen fehlten teilweise die Kommentare des Verfassers, die den jeweiligen Stoff in einen gültigen kulturgeschichtlichen und volkskundlichen Zusammenhang gestellt hätten. Erst in den Nachauflagen gelang es, die genauen Recherchen beizuordnen und dadurch die kulturelle Identität der ostthüringischen Region bei den Lesern zu vertiefen. Der Alp, der Trut, der Huckauf, die Windsbraut, die Roggenmutter, der Bilwenschnitter, der Wilde Jäger, Nixe und Wassermann und viele andere Sagengestalten erblickten das Licht, der Autor aber blieb bescheiden im Dunkel. - Nach dem tragischen Tod seiner Frau im Jahre 1982 schienen seine Lebenskräfte gebrochen. Was sollte dieses einsame Dasein noch für ihn bereithalten? Er war 80 Jahre, und alles schien für ihn seinen eigentlichen Sinn und seine Bedeutung verloren zu haben. Aber richtig, da waren ja noch der Getreue Eckart, der Pumphut und andere Zaubermänner, und da waren die vielen anderen geheimnisvollen Figuren, die noch im Verborgenen auf ihre Wiederentdeckung warteten. Noch einmal machte sich Rudolf Schramm als hochbetagter Mann ans Werk. Er fuhr über Land, blätterte in Chroniken und Archiven, war Leser in verschiedenen Bibliotheken, ließ sich Geschichten erzählen von Leuten, die er traf, zeichnete diese auf, verglich sie mit anderen Sagen und stellte nochmals neue Manuskripte zusammen. Seine Bücher Von Kirchen, Klöstern und Kapellen Sagen aus dem Gebiet zwischen Saale und mittlerer Weißer Elster (Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Berl


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