Almen im Visier: Dachsteingebirge, Totes Gebirge, Silvreta
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Beschreibung
Diese reich bebilderte Neuerscheinung ist der zweite Band in der Reihe „Forschungsberichte der ANISA“ und enthält wieder interessante und neue Erkenntnisse über die Geschichte und Besiedlung des hochalpinen Raumes. 1984 führte die ANISA, Verein für alpine Forschung, ein europaweit erstes interdisziplinäres Projekt zur Erforschung der Geschichte der Almwirtschaft auf dem Dachsteingebirge durch. Dabei wurde die neuzeitliche und die mittelalterliche Almgeschichte dokumentiert, aber auch die Überreste einer bronzezeitlichen Almhütte konnten entdeckt werden. Diese Pionierleistung in der alpinen Geschichtsforschung erfolgte noch vor der Entdeckung der 5300 Jahre alten Gletscherleiche in den Ötztaler Alpen, die eine breitere Alpenforschung in Europa auslöste. Mit dem inzwischen gesammelten Erfahrungsschatz und mit modernem Gerät setzen Mitarbeiter der ANISA in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen die Forschungen ständig weiter fort. Dank der Befunde kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen, dass die 23 bisher datierten bronzezeitlichen Siedlungen mit dem frühen Salzbergbau in Hallstatt zusammenhingen. Die Almwirtschaft diente zur Versorgung der Bergleute. Die Forschungsergebnisse der Feldforschungen im Jahr 2007 und 2008 auf den Almen Langkar und Lackenmoos und in der Hirschgrube bilden den Auftakt dieses neuen Sammelbandes. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bearbeitung von im Laufe von 30 Jahren aufgesammelter Keramik von 107 Almen auf dem Dachsteingebirge und dem Toten Gebirge. Damit liegt eine einzigartige Pionierarbeit zur alpinen Gebrauchskeramik des Mittelalters und der Neuzeit vor. Zusätzlich wird jede Alm mit einem geschichtlichen Überblick und mit Fotos vorgestellt. Dadurch ist dieser Beitrag nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Almbesitzer und geschichtsinteressierte Wanderer interessant und lesenswert. Alle Bewohner und Freunde der Dachsteinregion betrifft der Beitrag, der sich mit den radioaktiven Ablagerungen auf dem Dachsteingletscher befasst. Darüber hinaus blicken wir auch noch nach Westösterreich, wo ebenfalls mit modernsten Methoden der Almengeschichte im Silvrettagebirge nachgegangen wird. Inhaltsverzeichnis: DRESCHER-SCHNEIDER, Ruth: Erste pollenanalytische Untersuchungen zur Frage der bronzezeitlichen Vegetationsverhältnisse in der Hirschgrube (Dachstein, Oberösterreich) KIENAST, Gerhard: Vermessung archäologischer Fundstellen auf der Langkaralm und in der Lackenofengrube/ Dachsteinplateau (OÖ) MANDL, Franz: Langkaralm und Lackenofengrube, Dachsteingebirge. Beiträge zur Geschichte der Almwirtschaft KRASCHITZER, Johanna /MODL, Daniel: Die Langkaralm (östliches Dachsteinplateau, oberösterreichisches Salzkammergut). Ein Bericht über die Auswertung einer mehrtägigen Feststellungsgrabung und langjähriger Fundaufsammlung KRASCHITZER, Johanna/MANDL, Franz: Keramik von Almen des Dachsteingebirges und des Toten Gebirges REITMEIER, Thomas: Rückwege - Archäologie im Silvrettagebirge TIEBER, Alexandra/LETTNER, Herbert/HUBMER, Alexander/BOSSEW, Peter/SATTLER, Birgit: Anreicherung von Radioaktivität in Kryokoniten (Schmutzrinde) auf dem Hallstätter Gletscher Forschungsberichte der ANISA 2. Herausgegeben von Bernhard Hebert und Franz Mandl. Haus i. E. 2009. ISBN 978-3-901071-20-1. 182 Seiten, 300 Abbildungen in Farbe, Karten und Pläne, Vierfarbendruck, Format 21 cm x 29,7 cm. Ladenpreis Euro 19,90 Bestellungen an: ANISA, Verein für alpine Forschung. Raiffeisenstraße 92, A 8967 Haus i. E. [email protected], www.anisa.at
Produktdetails
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Über den Autor
- Gebunden
- 168 Seiten
- Erschienen 2018
- context verlag Augsburg
- Kartoniert
- 200 Seiten
- Erschienen 2022
- Bergverlag Rother




