ROST
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Beschreibung
Städte stellen in Florian Neuners "ROST" nicht bloß Schauplätze dar, sie sind in gewisser Weise selbst die Protagonisten. Der Autor liest im Text der Stadt. Seine Lektüre urbaner Räume zielt einerseits auf die Vergegenwärtigung topographischer Zusammenhänge und das Auf- spüren historischer Schichten. Andererseits geht es ihm darum, sich auf die Vielfalt von Texten einzulassen, die im Stadtraum offen zu Tage liegen. Der Autor verfeinert die bereits im Zuge seiner Erschreibung des Ruhrgebiets ("Ruhrtext", 2010) entwickelte singuläre Methode "literarischer Stadtforschung" und wendet diese auf den Rust Belt, das ehemalige Zentrum der Stahl- und Automobilerzeugung der USA, an. Erfahrungen von Deindustrialisierung, schrumpfenden Städten und Armut verbinden den "Rostgürtel" mit jenen des westdeutschen Städtekonglomerats. In Detroit und Cleveland aber weht ein schärferer Wind: Der Zusammenbruch des dominanten Wirtschaftssektors im Mittleren Westen, wo der Einsturz der "Blue Wall" der Demokraten für die Wahl Trumps zum US-Präsidenten (mit)ausschlaggebend war, hinterlässt - ganz ohne sozialstaatlich abgefederten "Strukturwandel" - einzig Ruinen und verbrannte Erde. Florian Neuner verbindet dokumentarische und essayistische Herangehensweisen mit einem radikal subjektiven und empathischen Blick, der an der "Psychogeographie" und den Umherschweif-Experimenten (Dérive) der Situationisten geschult ist. Die Recherchemethode des europäischen Fußgängers lässt grundlegende Widersprüche US-amerikanischer Städte umso deutlicher hervortreten. "ROST" ist ein ebenso pointierter wie bestürzender Epitaph auf die korrodierten Industriegebiete in Michigan und Ohio. von Neuner, Florian
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Über den Autor
Geb. 1972 in Wels, lebt in Berlin und Wien. Seit 1998 kontinuierliche literarische Arbeit und regelmäßig Beiträge in Zeitschriften und Anthologien. Seit 2002 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Perspektive. Als Rundfunkautor ist er hauptsächlich für Deutschlandfunk Kultur tätig. Im Ritter Verlag hat er zuletzt Chris Bezzels nachgelassenes Buch "namor" (2016) und dessen "tagebuchtage" (2014) herausgegeben.
- hardcover
- 144 Seiten
- Erschienen 2006
- Kosmos
- Kartoniert
- 576 Seiten
- Erschienen 2016
- Goldmann Verlag
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- 132 Seiten
- Erschienen 2006
- Die Delikatessen Manufaktur
- pocket_book
- 448 Seiten
- Erschienen 2026
- FISCHER Taschenbuch
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- 192 Seiten
- Erschienen 2005
- ASTD Press
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- Erschienen 2013
- Thieme
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- 502 Seiten
- Erschienen 2017
- Taylor & Francis Inc
- paperback
- 412 Seiten
- Erschienen 2005
- Springer




