Hirnströme
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Beschreibung
Die Visualisierung von Gehirnprozessen hat in der Geschichte der Hirnforschung regelmäßig große Erwartungen geweckt. Cornelius Borck stellt mit der Registrierung elektrischer Hirnströme eine Aufzeichnungstechnik ins Zentrum seiner Untersuchung, mit der sich seinerzeit die Hoffnung verknüpfte, das Gehirn in seiner eigenen Sprache schreiben zu lassen und so seine Funktionsweise lesbar zu machen. Er verfolgt die vielfach widersprüchlichen Deutungen zur Elektroenzephalographie von den Versuchen des deutschen Psychiaters Hans Berger und seiner Veröffentlichung eines menschlichen EEG im Jahr 1929 bis zu ihrer internationalen Ausbreitung und Konsolidierung als klinische Diagnosemethode in der Mitte des 20sten Jahrhunderts. Borcks These lautet, daß die Schrift des Gehirns in lokalen Forschungskulturen je spezifische Konturen annahm, aus deren Widerstreit ein neues wissenschaftliches Objekt, das elektrische Gehirn hervortrat. Wenn sich in Borcks Analyse Differenzen und Divergenzen in der Hirnforschung als Effekte lokaler Interaktionen verschiedener Akteure erschließen, liefert er damit zugleich einen Beleg für die kulturelle Formbarkeit des Gehirns. Das elektrische Gehirn ist in einem historisch präzisierbaren Sinne erst das Produkt seiner elektrotechnischen Erforschung. Das Wissen vom Gehirn und Theorien über dessen Funktionieren sind von den Maschinen geprägt, denen sich dieses Wissen verdankt. Es stellt sich deshalb vielmehr die Frage, was sich eigentlich darin manifestiert, daß sich die erhobenen EEG-Befunde immer wieder den vorgelegten Theorien und Deutungen entzogen. von Borck, Cornelius
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Über den Autor
- Gebunden
- 425 Seiten
- Erschienen 2017
- Klett-Cotta
- Kartoniert
- 232 Seiten
- Erschienen 2004
- Springer
- hardcover
- 348 Seiten
- Erschienen 2015
- Springer Spektrum
- Kartoniert
- 272 Seiten
- Erschienen 2022
- Hirmer
- hardcover
- 768 Seiten
- Erschienen 1998
- Kindler Verlag GmbH
- paperback -
- Erschienen 1992
- Vless Verlag
- hardcover
- 590 Seiten
- Erschienen 1995
- MIT Press
- hardcover
- 383 Seiten
- Erschienen 2014
- Campus Verlag
- hardcover
- 466 Seiten
- Erschienen 2011
- CAMBRIDGE UNIV PR
- hardcover -
- Erschienen 1995
- Thieme, Stuttgart
- hardcover
- 140 Seiten
- Erschienen 2005
- Carlsen Verlag GmbH
- flexibound
- 472 Seiten
- Erschienen 2009
- Thieme
- Gebunden
- 640 Seiten
- Erschienen 2014
- Thieme




