Wachposten und Grenzgänger: Deutschsprachige Autoren in Prag und die öffentliche Herstellung nationaler Identität (Epistemata Literaturwissenschaft)
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Beschreibung
Zwei gegenläufigen Tendenzen prägen das multiethnische Prag in den letzten Jahrzehnten der Habsburgermonarchie: Die räumliche Nähe der nationalen Gruppen und ihre zunehmende lebenspraktische Verflechtung wird konterkariert von einem immer stärker werdenden Bedürfnis nach Abgrenzung. Der kommunalpolitischen Dominanz der tschechischen Mehrheitsbevölkerung sucht man auf deutscher Seite mit der Stärkung jener kollektiven Vorstellung von Gemeinschaft zu begegnen, die den Kern nationaler Identität bildet. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Tagespresse, insbesondere die Deutsche Zeitung Bohemia. 'Wachposten und Grenzgänger' betrachtet zunächst die dort etablierten rhetorischen Strategien und Meinungsroutinen, die den Kommunikationsalltag der Stadt begleiten. Die Ergebnisse dieser Lektüregänge werden mit Prosatexten von Rainer Maria Rilke, Karl Hans Strobl, Max Brod, Ernst Weiß, Egon Erwin Kisch und Gustav Meyrink konfrontiert, die auf ihre Weise ebenfalls Aufschluss über das Neben-, Mit- und Gegeneinander von Deutschen und Tschechen geben. In diesem Kontext beweist die Literatur ihren diskursiven Eigensinn: Sie kann die Grenzen des öffentlich Sagbaren nicht nur beglaubigen, sondern auch in Frage stellen.
Produktdetails
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Über den Autor
- paperback
- 240 Seiten
- Erschienen 2001
- Wallstein Verlag
- turtleback
- 576 Seiten
- Erschienen 2000
- Wallstein Verlag
- Gebunden
- 268 Seiten
- Erschienen 2019
- Rowohlt Hardcover
- perfect
- 130 Seiten
- Erschienen 2006
- Travel House Media
- perfect -
- Erschienen 1999
- Ullstein
- hardcover
- 143 Seiten
- Erschienen 1994
- Südwest



