Theorie der ethischen Gefühle (Philosophische Bibliothek)
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Beschreibung
"Theorie der ethischen Gefühle" (im Original "The Theory of Moral Sentiments") ist ein philosophisches Werk von Adam Smith, das erstmals 1759 veröffentlicht wurde. In diesem Buch untersucht Smith die Grundlagen der Moral und Ethik aus einer psychologischen Perspektive. Er argumentiert, dass menschliche Moral nicht nur durch Vernunft, sondern auch durch Emotionen und das Mitgefühl für andere Menschen geprägt wird. Smith führt das Konzept des "unparteiischen Beobachters" ein, eine metaphorische Instanz in uns selbst, die es ermöglicht, unsere eigenen Handlungen objektiv zu beurteilen. Das Mitgefühl und die Fähigkeit zur Empathie sind zentrale Elemente seiner Theorie; sie ermöglichen es Individuen, sich in die Lage anderer zu versetzen und moralische Urteile zu fällen. Das Werk ist in mehrere Teile gegliedert und behandelt Themen wie Sympathie, den Ursprung von Gefühlen von Tugendhaftigkeit und Lasterhaftigkeit sowie die Rolle gesellschaftlicher Normen bei der Formung moralischer Urteile. Insgesamt bietet Smiths Buch eine umfassende Analyse darüber, wie individuelle menschliche Gefühle zur Entwicklung kollektiver ethischer Standards beitragen.
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Über den Autor
Adam Smith wird 1723 in Kirkaldy in Schottland geboren. Mit 14 Jahren beginnt er das Studium an der Universität Glasgow in den Fächern Klassische Philologie, Moralphilosophie und Mathematik u.a. als Schüler Hutchesons. 1750 beruft man Smith, der immer noch ohne größere Publikation ist, an die Universität Glasgow. 1759 geht sein erstes großes Werk aus dem ethischen Kurs der moralphilosophischen Vorlesungen unter dem Titel Theorie der ethischen Gefühle hervor, das ihn weit über die Grenzen Schottlands hinaus bekannt macht. In das Zentrum seiner Abhandlung stellte Smith die Frage nach dem moralischen Urteil. Wie Hume hält er dabei die menschliche Natur für die Grundlage der Moral und sieht im Gefühl der Sympathie das entscheidende Motiv für die Billigung bzw. Nichtbilligung einer Handlung. 1776 erscheint Eine Untersuchung über Natur und Ursachen des Wohlstands der Nationen. Nach der Natur und den Ursachen des Wohlstandes und seiner Verteilung fragend, entwickelt Smith hier ein Modell der wirtschaftlichen Mechanismen und spricht sich für die natürliche Freiheit des Marktprozesses aus, dessen Akkumulationsdynamik er erkennt. Die Eigensucht wird dabei zum movens eines effektiven Wohlfahrtssystems transformiert. Damit bleibt die Ökonomie bei Smith ein Teil der Moralphilosophie.Adam Smith stirbt 1790 in Edinburgh.
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