Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum (Philosophische Bibliothek)
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Beschreibung
"Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum" von Michael Albrecht ist ein philosophisches Werk, das sich mit der Rolle der Religion und insbesondere des Judentums in der Gesellschaft auseinandersetzt. Albrecht untersucht die historischen und kulturellen Einflüsse des Judentums und wie diese zur Entwicklung religiöser Machtstrukturen beigetragen haben. Er diskutiert die Wechselwirkungen zwischen Religion, Politik und Gesellschaft und analysiert, wie religiöse Ideen sowohl zur Unterdrückung als auch zur Befreiung eingesetzt werden können. Das Buch bietet eine tiefgehende Reflexion über die Bedeutung von Religion in der modernen Welt und fordert den Leser auf, kritisch über die Auswirkungen von Glaubenssystemen auf individuelle Freiheit und soziale Gerechtigkeit nachzudenken.
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Über den Autor
Moses Mendelssohn wird 1728 in Dessau als Sohn eines armen Toraschreibers geboren. Im Alter von 15 Jahren folgt er seinem Lehrer Fränkel nach Berlin und widmet sich neben Talmud-Studien zugleich der Aneignung der modernen europäischen Kultur durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Philosophie, den Naturwissenschaften und Sprachen. Seinen Lebensunterhalt verdient Mendelssohn zunächst als Hauslehrer und Buchhalter, sowie als Seidenwarenfabrikant. Erst 1763 erhält er das Privileg eines außerordentlichen Schutzjuden.Seine Freundschaft zu Lessing, Nicolai oder Gleim zeugt von der für kurze Zeit im 18. Jahrhundert aufscheinenden Möglichkeit der religiösen Toleranz, der Lessing im Nathan ein Denkmal setzt.Die Beschäftigung mit den Problemen der Ästhetik bleibt zeitlebens für Mendelssohn Gegenstand der philosophisch-psychologischen Untersuchung. 1767 erscheint der Phädon, der als Beispiel einer rationalen Psychologie den Beweis für die Unsterblichkeit der Seele antritt. Das Buch wird ein großer Erfolg, mit dem auch Kant sich kritisch auseinandersetzt.1771 wird Mendelssohn von der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zum Mitglied gewählt, von Friedrich II. jedoch nicht als solches bestätigt. Die Verteidigung der Gewissensfreiheit und die Zuweisung der Rechte und Pflichten zwischen Kirche und Staat ist Thema der Schrift Jerusalem oder über religiöse Macht und Judentum. Mendelssohn vertritt hier die umstrittene These, daß eine Glaubenseinheit Vernunft und Gewissensfreiheit gefährden würde, da Endzweck der Vorsehung ein Pluralismus sei.Mendelssohn stirbt 5 Jahre nach Lessing im Jahre 1786.
- Gebunden
- 880 Seiten
- Erschienen 2011
- S. FISCHER
- hardcover
- 416 Seiten
- Erschienen 1999
- Wunderlich




