Drei Schriften vom verborgenen Gott: De deo abscondito. De quaerendo deum. De filiatione dei (Philosophische Bibliothek)
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Beschreibung
"Drei Schriften vom verborgenen Gott" von Nikolaus von Kues ist eine Sammlung philosophisch-theologischer Abhandlungen, die sich mit dem Verständnis und der Suche nach Gott befassen. 1. **De deo abscondito (Vom verborgenen Gott)**: In dieser Schrift untersucht Nikolaus das Konzept des „verborgenen Gottes“, der jenseits menschlichen Verstehens liegt. Er argumentiert, dass Gott in seiner Unendlichkeit und Transzendenz nicht vollständig erfasst oder beschrieben werden kann, was zu einer Haltung der Demut und des Staunens führen sollte. 2. **De quaerendo deum (Von der Suche nach Gott)**: Diese Abhandlung behandelt die aktive Suche nach Gott als einen zentralen Aspekt des menschlichen Lebens. Nikolaus betont die Bedeutung der inneren Erkenntnis und spirituellen Reise, um ein tieferes Verständnis für das Göttliche zu erlangen. 3. **De filiatione dei (Von der Kindschaft Gottes)**: Hier reflektiert Nikolaus über die Beziehung zwischen Mensch und Gott durch das Konzept der „Kindschaft“. Er beschreibt, wie Menschen durch ihre Verbindung zu Christus an der göttlichen Natur teilhaben können. Insgesamt bieten diese Schriften tiefgründige Einsichten in die mittelalterliche Theologie und Philosophie, indem sie komplexe Fragen über das Wesen Gottes und die menschliche Beziehung zu ihm erkunden.
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Über den Autor
Nikolaus von Kues (Nicolaus Cusanus) kommt 1401 im heutigen Bernkastel-Kues zur Welt. Nach kurzem Studium der freien Künste in Heidelberg widmet er sich an der Universität Padua dem Kirchenrecht. Nach der Priesterweihe um 1440 wird Nikolaus 1448 zum Kardinal ernannt. 1433 verfaßt Nikolaus auf dem Basler Konzil seine erste grundlegende Schrift De concordantia catholica, in der er als Jurist und Theologe eine neue Ekklesiologie, eine allgemeine Konzils- und Staatstheorie sowie eine darauf aufbauende Reichsreform entwirft. Die erste von Nikolaus zur Veröffentlichung bestimmte philosophisch-theologische Schrift De docta ignorantia ist grundlegend für das Verständnis seines Denkens. Hier entwickelt er seinen berühmt gewordenen Begriff der "coincidentia oppositorum" der theologisch von der Suche nach Gott und philosophisch von der Jagd nach Weisheit geleitet ist. Mit der Einsicht in das Nichtwissen des Wissens distanziert sich Nikolaus von der ontologisch bedingten Erkenntnismetaphysik der Hochscholastik, um ein neuzeitliches Wahrheitsverständnis zu begründen. Nikolaus von Kues verbringt die letzten sechs Jahre seines Lebens am Hofe des Papstes in Rom und stirbt 1464.
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