Liebig, Strukturveränderungen des Jugendamts: Kriterien für eine "gute" Organisation der öffentlichen Jugendhilfe (Juventa Materialien)
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Beschreibung
Die Strukturen vieler kommunaler Jugendämter verändern sich. Doch trotz heftiger Auseinandersetzungen in den Fachdebatten und hektischer Betriebsamkeit in den Jugendhilfeverwaltungen ist das empirisch abgesicherte Wissen um den Ist-Zustand, die Effekte und die Problemkomplexe der sich nach ganz unterschiedlichen Leitlinien vollziehenden Modernisierungsbemühungen äußerst gering. Vor diesem Hintergrund und gestützt auf Interviews mit Experten aus der kommunalen Praxis sowie Aktenanalysen werden die Strukturveränderungen der Jugendämter hier einer systematischen Analyse unterzogen und problematisiert. Dabei werden unter Berücksichtigung der besonderen Stellung und Arbeitsweise des Jugendamts in der Kommunalverwaltung sowohl Diskurse aus dem verwaltungswissenschaftlichen, dem kommunalpolitischen als auch dem sozialpädagogischen Kontext aufgegriffen und in der Diskussion zur Organisationsgestalt der öffentlichen Jugendhilfe gebündelt. Auf diese Weise können etwa neuere fachlich begründete Ansätze (z.B. Sozialraumorientierung) mit aktuellen politischen Bestrebungen (z.B. Zuständigkeitslockerungsgesetz), mit Konzepten zur zukünftigen Ausgestaltung des Sozialstaates (staatliche Kernaufgaben) und mit Aspekten der Binnenmodernisierung der Verwaltungen (Neue Steuerung) miteinander verknüpft werden. Damit wird der Frage nachgegangen, wie eine gute Organisation der öffentlichen Jugendhilfe auszusehen hat. Inhalt 1. Strukturveränderungen des Jugendamts - eine einleitende Skizze 2. Die Modernisierung der öffentlichen Jugendhilfe 2.1 Das Strukturelement "Organisation" 2.2 Strategien zur Veränderung staatlicher Aufgaben und Verwaltung 2.2.1 Zur Neubestimmung öffentlicher Aufgaben 2.2.1.1 Die Leistungstiefe staatlicher Aufgabenerledigung 2.2.1.2 Die jugendhilferechtlichen Kompetenzen im Staatsaufbau 2.2.1.3 Die Debatte zum "Zuständigkeitslockerungsgesetz" 2.2.2 Die Neue Steuerung in den Kommunalverwaltungen 2.3 Aufgaben und Besonderheiten des Jugendamts 2.4 Die Neue Steuerung im Jugendamt und deren Kritik 2.4.1 Jugendhilfe im Wandel 2.4.2 Kritikpunkte am Modell der Neuen Steuerung 2.4.2.1 Die Kopplung mit dem (heimlichen) Ziel der Kosteneinsparung 2.4.2.2 Die Orientierung am Ziel "Marktregulation" 2.4.2.3 Die Steuerung mittels Output-Orientierung 2.4.2.4 Die (Neben)Effekte für den Status der freien Träger 2.4.2.5 Die veränderte Rolle des Jugendhilfeausschusses 3. Veränderungsstrategien in der öffentlichen Jugendhilfe 3.1 Die Eingliederung des Jugendamts in größere Organisationseinheiten 3.1.1 Problemwahrnehmungen im Fachdiskurs 3.1.2 Problemwahrnehmungen der Verwaltungspraxis 3.1.3 Zusammenlegung von Jugendhilfe- und Sozialausschuß 3.2 Dezentralisation des Jugendamts 3.2.1 Zum Konzept des Allgemeinen Sozialdienstes 3.2.2 Regionalisierung und Sozialraumorientierung 3.2.3 Regionalisierung als Organisationsprinzip 3.3 Aufgabenauslagerung und Privatisierung von Jugendamtsaufgaben 4. Bilanz und Perspektive 4.1 Kontroversen zur zukünftigen Struktur des Jugendamts 4.2 Vorschläge zur Fortführung der Jugendamts-Untersuchung Anhang Abbildungs- und Tabellenverzeichnis Literatur
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Über den Autor
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- 121 Seiten
- Erschienen 2011
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