Lord Byron war auch hier: Roman
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Beschreibung
Amazon.de Koos van Zomeren ist ein Autor, den man sich merken darf. Sein Markenzeichen, das er im neuesten Roman episch kurz, aber mit viel Kunstverstand deponiert, ist eine Heiterkeit im Anblick der Katastrophe. Pieter, ein Biologe, spezialisiert auf Kriechtiere, fährt mit seinem Bruder Bruno, Schriftsteller, spezialisiert auf gar nichts, in die Schweiz, ins Berner Oberland. Der Roman einer Reise in die Beziehung zweier ungleicher Brüder mit einer vertrackten Familiengeschichte. Am Leben ist Pieter nur noch, weil ihn Bruno, der ältere Bruder, aus einem Teich gefischt hat, kurz vor dem Ertrinken. Dieses Ereignis aus der Kindheit schiebt sich immer wieder in die Lektüre ein, sozusagen als Leuchtboje im Erzählmeer. Tatsächlich verhielt sich das mit dem Retten und Ertrinken ein wenig anders, als Pieter gemeint hat. Aber das auszuplaudern, hieße den Zauber dieses im Umfang bescheidenen Romans zu bannen. Was die beiden Brüder in die Schweiz treibt, ist ein Offizialdelikt des schriftstellernden Brunos. Am Bahnhof von Amsterdam hat er eine junge Schweizerin in seinem Auto mitgenommen zu einem Hotel, um das die Ahnungslose den Autor gebeten hat. Pech für sie, denn Bruno erwürgt die Eidgenossin kurzerhand -- ohne Sex, nein, denn van Zomeren ist Holländer. Einfach so erwürgt, ohne Motiv. Doch, da muss schon eines gewesen sein, aber ich habe es nicht gefunden. Was für die erzählte Story auch nicht wirklich wichtig ist. Denn der Roman spielt auf einer so genannten Metaebene: Pieter kümmert sich liebevoll um seinen offenbar leicht verwirrten Bruno-Bruder, der zudem die Kleider der Ermordeten in die Schweiz reimportiert, um sie in Rufweite ihres ehemaligen Wohnorts in den Schlund eines Bergtobels zu schmeißen. Natürlich ist das eine pathetische Steilvorlage für den Leser, die er aber sofort wieder zu vergessen hat. Denn van Zomeren schiebt sofort wieder die Metaebene ein: War es wirklich nicht mein Bruder, der mich damals aus dem kalten, nassen Teich gerettet hat? Zweifel steigen in ihm auf. Richtig, am Schluss weiß auch der Leser, wie es tatsächlich gewesen ist, aber er weiß auch immer noch nicht, warum Bruno diese Schweizerin aus dem Leben befördert hat. Nein, es gibt kein Motiv. Es gibt nur diesen Roman und seine heitere Grundstimmung. "Unmöglich, bei dieser Geschichte", müsste man ausrufen. Das tut man aber nicht, weil man am Ende die Sympathien zu diesen ungleichen, nie ganz erwachsen gewordenen Männern brüderlich verteilt hat. Und nach zwei Stunden spätestens klappt der Deckel des Buches zu. --Carlo Bernasconi Über den Autor und weitere Mitwirkende Koos van Zomeren, geboren 1946 ist Biologe, Journalist und Schriftsteller. Seine Tierkolumnen, die er regelmäßig für die Titelseite des NRC-Handelsblad schreibt, sind in den Niederlanden ebenso beliebt wie seine literarischen Thriller, seine Erzählungen und kurzen Romane, deren "leidenschaftlich nüchterner Stil" von der Kritik gefeiert wird.
Produktdetails
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Über den Autor
- hardcover
- 242 Seiten
- Erschienen 1997
- Unionsverlag
- paperback
- 461 Seiten
- Erschienen 2009
- Ars Vivendi
- paperback
- 281 Seiten
- Erschienen 1976
- Ullstein
- Kartoniert
- 496 Seiten
- Erschienen 2017
- Heyne Verlag
- Kartoniert
- 432 Seiten
- Erschienen 2017
- Heyne Verlag
- paperback
- 512 Seiten
- Erschienen 2003
- btb Verlag
- Gebunden
- 464 Seiten
- Erschienen 2021
- Dörlemann
- Kartoniert
- 432 Seiten
- Erschienen 2017
- Heyne Verlag
- perfect
- 318 Seiten
- Erschienen 1993
- Goldmann.



