Literarische Inszenierung von Natur und Naturwissenschaft bei Johann Wolfgang von Goethe
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Beschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universität Mannheim, Veranstaltung: Naturwissenschaften und Literatur im 19. Jahrhundert , Sprache: Deutsch, Abstract: Johann Wolfgang von Goethe war sein Leben lang von Steinen und Mineralien in den Bann gezogen. Dies begann damit, dass er 1776 von Herzog Carl August amtlich beauftragt wurde, sich um die Wiederinbetriebnahme des stillgelegten Kupfer- und Silberbergwerks in Ilmenau zu kümmern. Aus diesem Anlass befasste er sich mit der theoretischen Seite des Bergbaus und entwickelte bald darauf ein reges mineralogisches und geologisches Interesse. Dabei machte er sich selbst ein Bild vor Ort und besichtigte Bergwerke und Eisenhütten im Harz. Nach seinem Besuch des Genfer Geologie- und Physikprofessors Horace Bénédict de Saussure 1779 begann Goethe damit, Mineralien systematisch zu sammeln. Daran anschließend entwickelte er Fragestellungen nach der Erdgeschichte, deren damals noch junge Wissenschaft als "Geognosie" bezeichnet wurde. Goethe widmete sich fortan leidenschaftlich und mit ästhetischem Anspruch der Gesteinskunde und partizipierte an den Ideenkreisen der Neptunisten und Vulkanisten. Es folgten Untersuchungen in der Umgebung von Karlsbad, Franzensbad und im Fichtelgebirge. Im Jahr 1807 erschien Goethes erste geognostische Veröffentlichung Sammlung zur Kenntniß der Gebirge von und um Karlsbad. Seine Beschäftigung mit der Geologie schlug sich in seinen literarischen Werken nieder. So arbeitete er geologische Passagen und Diskussionen ein, die seine Erfahrungen und Einsichten widerspiegeln. Der erste Teil der Arbeit widmet sich den beiden geologischen Diskussionen, die in Goethes Drama Faust - der Tragödie Zweiter Teil eingearbeitet sind. Im zweiten Akt streiten sich in der "Klassischen Walpurgisnacht" die beiden antiken Naturphilosophen Thales und Anaxagoras über die Entstehung von Gebirgen. Dabei steht neben dem Neptunismus und dem Vulka-nismus auch die Meteoritentheorie im Vordergrund. Im vierten Akt wird dieser Disput aus dem heidnisch-antiken Kontext in die christliche Neuzeit überführt. Hier findet im Hochgebirge eine geognostische Diskussion zwischen Mephistopheles und Faust statt.Der zweite Teil der Arbeit konzentriert sich auf die geologischen Ausführungen innerhalb Goethes Roman Wilhelm Meisters Wanderjahre. Zunächst werden die geomorphologischen Darstellungen der ersten Kapitel herausgestellt. Dabei wird auf Goethes ganzheitlichen Forschungsansatz und sein Naturverständnis Bezug genommen. Anschließend folgt die Untersu-chung der geologischen Auseinandersetzung, die sich während des Bergfestes im zweiten Buch ereignet. von Guckenburg, Saskia
Produktdetails
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Über den Autor
- hardcover -
- Erschienen 1982
- Lang Müller Vlg. Mnch. .,
- paperback
- 440 Seiten
- Erschienen 2015
- Jazzybee Verlag
- Gebunden
- 304 Seiten
- Erschienen 2019
- Prestel Verlag
- hardcover
- 592 Seiten
- Erschienen 2021
- Boer Verlag
- paperback
- 616 Seiten
- Erschienen 1975
- Insel
- Gebunden
- 91 Seiten
- Erschienen 2021
- Freies Geistesleben
- paperback -
- Erschienen 1992
- Insel Verlag Anton Kippenberg
- hardcover
- 64 Seiten
- Erschienen 2024
- St. Benno
- hardcover
- 464 Seiten
- Erschienen 1999
- Bruckmann
- Gebunden
- 224 Seiten
- Erschienen 2012
- S. Marix Verlag




