Der Adiaphoristische Streit (1548-1560) (Controversia et Confessio, Band 2)
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Beschreibung
„Der Adiaphoristische Streit (1548-1560)“ von Irene Dingel ist Teil der Reihe „Controversia et Confessio“ und behandelt einen wichtigen theologischen Konflikt innerhalb der Reformationsgeschichte. Der Adiaphoristische Streit drehte sich um die Frage, welche kirchlichen Praktiken und Riten als „Adiaphora“ betrachtet werden können – also als theologisch indifferent oder gleichgültig, die weder geboten noch verboten sind. Dieser Streit entflammte insbesondere nach dem Augsburger Interim von 1548, das versuchte, eine religiöse Einigung im Heiligen Römischen Reich herbeizuführen. Das Buch analysiert die Debatten zwischen Lutheranern und anderen reformatorischen Gruppen über den Umgang mit solchen Praktiken in Zeiten des politischen Drucks und beleuchtet die unterschiedlichen Positionen führender Theologen wie Philipp Melanchthon. Dingel untersucht die Auswirkungen dieser Auseinandersetzungen auf die Entwicklung der lutherischen Identität und Konfessionsbildung. Dabei wird deutlich, wie tiefgreifend diese Kontroversen die protestantische Bewegung prägten und zur Entstehung verschiedener konfessioneller Lager beitrugen.
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Über den Autor
Prof. Dr. phil. theol. habil. Irene Dingel ist Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte.
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