Die Genesis der kopernikanischen Welt: Die Zweideutigkeit des Himmels; Eröffnung der Möglichkeit eines Kopernikus (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
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Beschreibung
"Die Genesis der kopernikanischen Welt" von Hans Blumenberg ist eine tiefgehende philosophische Untersuchung der Entstehung und Auswirkungen des kopernikanischen Weltbildes. Blumenberg analysiert die intellektuellen, kulturellen und historischen Voraussetzungen, die zur Entwicklung des heliozentrischen Modells durch Nikolaus Kopernikus führten. Er beleuchtet die "Zweideutigkeit des Himmels", indem er aufzeigt, wie das mittelalterliche Verständnis des Kosmos allmählich in Frage gestellt wurde und Raum für neue Denkansätze schuf. Blumenberg argumentiert, dass die kopernikanische Wende nicht nur eine astronomische Revolution war, sondern auch tiefgreifende Auswirkungen auf das menschliche Selbstverständnis hatte. Durch den Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Modell veränderte sich die Position des Menschen im Universum grundlegend. Diese Verschiebung eröffnete neue Möglichkeiten für Wissenschaft und Philosophie und forderte traditionelle Vorstellungen heraus. Das Buch ist bekannt für seine detaillierte Analyse der intellektuellen Geschichte und bietet Einblicke in den Prozess, durch den neue Ideen entstehen und akzeptiert werden. Blumenbergs Werk gilt als bedeutender Beitrag zur Wissenschaftsphilosophie und zur Geschichte der Ideen.
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Über den Autor
Hans Blumenberg wurde am 13. Juli 1920 in Lübeck geboren und starb am 28. März 1996 in Altenberge bei Münster. Nach seinem Abitur im Jahr 1939 durfte er keine reguläre Hochschule besuchen. Er galt trotz seiner katholischen Taufe als ¿Halbjude¿. Folglich studierte Blumenberg zwischen 1939 und 1947 mit Unterbrechungen Philosophie, Germanistik und klassische Philosophie in Paderborn, Frankfurt am Main, Hamburg und Kiel. 1947 wurde Blumenberg mit seiner Dissertation Beiträge zum Problem der Ursprünglichkeit der mittelalterlich-scholastischen Ontologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promoviert. Hier habilitierte er sich 1950 mit der Studie Die ontologische Distanz. Eine Untersuchung über die Krisis der Phänomenologie Husserls. Sein Lehrer während dieser Zeit war Ludwig Landgrebe. Im Jahr 1958 wurde Blumenberg in Hamburg außerordentlicher Professor für Philosophie und 1960 in Gießen ordentlicher Professor für Philosophie. 1965 wechselte er als ordentlicher Professor für Philosophie nach Bochum und ging im Jahr 1970 an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, wo er 1985 emeritiert wurde. Blumenberg war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zu Mainz (seit 1960), des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitgründer der 1963 ins Leben gerufenen Forschungsgruppe »Poetik und Hermeneutik«.
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